JavaScript-Entwickler

JavaScript ist mittlerweile eine der am häufigsten verwendeten Programmiersprachen. Sie ist die Grundlage für dynamische Webseiten und Web-Apps. JavaScript-Entwickler sind in der Branche sehr gefragt. Doch die Anforderungen an diese Programmierer gehen weit über das Coden mit JavaScript hinaus.
JavaScript-Entwickler
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Warum ist JavaScript so beliebt?

JavaScript ist eine Skriptsprache. Im Gegensatz zu konventionellen Sprachen zum Programmieren von Quellcode muss JavaScript nicht kompiliert werden. Das bedeutet: Bei jeder Ausführung des Quellcodes erfolgt eine neue Übersetzung des Codes. Ein Programm, das mit Skriptsprachen wie z. B. JavaScript, PHP oder Python entwickelt wird, nennen wir „Skript“. Um Skripte zu schreiben, benötigt bei JavaScript ein Entwickler theoretisch nicht einmal eine Entwicklungsumgebung. Ein simpler Text-Editor ist ausreichend.

JavaScript wurde bereits 1995 unter der Federführung des Programmierers Brendan Eich entwickelt. Er war also der erste JavaScript-Entwickler. Aber erst im Jahr 2005 begann der Siegeszug der des JavaScript-Entwicklers. Bis dahin hatte sich der Internet Explorer von Microsoft etabliert. Doch jetzt lief der Browser Firefox von Mozilla ihm den Rang ab. Und Firefox basierte auf JavaScript. Bis heute ist sie eine der am häufigsten verwendeten Programmiersprachen im Zusammenhang mit Webseiten und Web-Apps.

Da der Quellcode von JavaScript in HTML-Seiten eingebunden wird, kann der Browser ihn lesen und umsetzen. Das geschieht mithilfe eines JavaScript-Interpreters, der in heutige Browser integriert ist. Da JavaScript mit allen modernen Browsern kompatibel ist und sich damit reichhaltige Schnittstellen erstellen lassen, wird es vielfältig im Web eingesetzt.

Wofür wird JavaScript genutzt?

Vor der Entwicklung von JavaScript waren Webseiten größtenteils statisch. Das bedeutet: Für die Unterseite einer Website wird vom Webentwickler jeweils eine Datei angelegt und gespeichert. Der Inhalt muss für jede Datei separat erstellt werden und wird beim Aufrufen der entsprechenden Seite ausgegeben. Statische Webseiten bieten wenig Angriffsfläche für Cyberattacken. Außerdem sind die Ladezeiten gering.

Statische Websites haben jedoch auch Nachteile: Die Erstellung ist aufwendig und für die Pflege des Contents sind in der Regel technische Kenntnisse und Berufserfahrung nötig. Außerdem lassen sich auf statischen Webseiten häufig wechselnde Inhalte schwer einbinden. Dadurch lassen sich z. B. aktuelle Informationen nicht automatisch in Echtzeit über eine Website online stellen.

Dynamische Webseiten werden bei jeder Änderung neu generiert. Die Inhalte können manuell angepasst werden oder die Website wird mit einer Datenbank verknüpft. Beim Aktualisieren der Inhalte einer Datenbank übernimmt die Webseite die Aktualisierung dank JavaScript automatisch. Außerdem lassen sich durch einen fähigen Entwickler in JavaScript Kontrollabfragen programmieren. So können dann z. B. Eingaben, die ein Nutzer tätigt, mit den hinterlegten Informationen in einer Datenbank abgeglichen werden. Als die JavaScript-Entwicklung noch neu war, galten dynamische Websites als High Tech.

JavaScript und Node.js

Da sie ursprünglich als reine Browsersprache entwickelt wurde, konnten mit JavaScript HTML-Seiten verbessert werden. Ab 2009 wurden die Einsatzmöglichkeiten der Skriptsprache für JavaScript-Entwickler jedoch vielfältiger. In diesem Jahr ging die Laufzeitumgebung Node.js an den Start. Dabei handelt es sich um ein plattformübergreifendes Framework, das auf dem V8 JavaScript-Engine von Google aufbaut. Unter anderem erlaubt Node.js den Zugriff auf interne Systemfunktionen und Netzwerke.

Mittlerweile arbeiten JavaScript-Entwickler nicht nur an Webinhalten, sondern programmieren mittels der Skriptsprache auch komplexere Server-Anwendungen und Web-Apps. In Kombination mit der Skriptsprache PHP kann JavaScript auch für Datenbankzugriffe eingesetzt werden.

Muss ich JavaScript im Browser aktivieren?

In den letzten Jahren ist JavaScript vermehrt in die Kritik geraten. Der Grund: Die Skripte besitzen Sicherheitslücken, die Cyberkriminellen Zugriff auf das Endgerät des Nutzers ermöglichen können. Zwar ist JavaScript bei Weitem nicht die einzige Sicherheitslücke, die ein System aufweisen kann. Da die Skriptsprache jedoch so omnipräsent im Web ist, wird sie mit einer hohen Anzahl an Cyberattacken in Verbindung gebracht.

JavaScript-Entwickler haben keine Möglichkeit, Sicherheitslecks komplett zu schließen. Der sicherste Weg, sensible Daten vor Zugriffen zu schützen, ist es, den Browser am JavaScript-aktivieren zu hindern. Leider ist die Nutzung der Skriptsprache für Anwender und die Anbieter von Webinhalten zumeist nahezu alternativlos. Vor allem, was das Anzeigen dynamischer Webinhalte und komfortables UX-Design betrifft. Ist JavaScript geblockt, können viele Elemente, die Animationen und aktuelle Daten enthalten, nicht angezeigt werden. Auch funktionieren viele Webseiten ohne JavaScript nicht vollumfänglich.

Wer JavaScript nicht permanent aktivieren will, sollte die folgenden Tipps beherzigen, die sicheres Surfen mit JavaScript zwar nicht garantieren, aber wahrscheinlicher machen:

  1. JavaScript updaten. Dazu reicht es, den Browser immer auf den neuesten Stand zu bringen, da JavaScript hier integriert ist. Ein JavaScript-Download oder ein spezielles Update ist nicht nötig.
  2. Am Ende einer Internetsitzung wird der Browsercache geleert.
  3. JavaScript wird im Browser deaktiviert, wenn sensible Daten eingegeben werden (Onlinebanking, Webshops etc.). Das Blockieren und Aktivieren von JavaScript in den Browsereinstellungen ist allerdings etwas umständlich.
  4. Die Benutzung von zwei Browsern. In einem ist JavaScript aktiviert (zum Anzeigen dynamischer Webinhalte), im anderen ist es blockiert (beim Umgang mit sensiblen Daten).
  5. Die Nutzung eines Add-ons, dass es erlaubt, mittels Mausklick JavaScript auf aktiv oder auf inaktiv zu stellen. Hier ist allerdings darauf zu achten, dass es sich um eine Erweiterung aus seriöser Quelle handelt.

Was macht ein JavaScript-Entwickler?

Jeder kann für JavaScript Entwickler werden oder sich zumindest als Entwickler für JavaScript bezeichnen. Geschützt ist der Begriff nicht. Es gibt allerdings spezielle Lehrgänge, in denen ein Programmierer sich als zertifizierter JavaScript-Entwickler ausbilden lassen kann. Wenn sich ein Softwareentwickler auf JavaScript spezialisiert, gibt es viele Anwendungsmöglichkeiten.

Webseiten müssen auf allen Devices korrekt dargestellt werden. Daher ist JavaScript mit jedem Betriebssystem kompatibel und wird somit sowohl vom Android-Programmierer als auch vom IOS-Entwickler genutzt.

In der Regel entwickelt ein JavaScript-Programmierer das Frontend, also die Benutzeroberfläche von Webseiten und Apps. Dazu gehören u. a. Schaltflächen, Menüfunktionen und Select-Felder. Auch das Einbinden von grafischen Elementen, Bannern oder Popup-Fenstern fällt in diesen Aufgabenbereich. Darüber hinaus haben in Bezug auf JavaScript Entwickler oft zusätzliche Kenntnisse in der Entwicklung und Pflege von Datenbanken, Bibliotheken und Serverplattformen. Sie gehören zum sogenannten Backend, also dem Gerüst hinter der Anwendungsoberfläche.

Programmierer, die mit JavaScript sowohl am Frontend als auch am Backend arbeiten, werden als Full-Stack-JavaScript-Entwickler bezeichnet. In Fachkreisen werden sie auch JavaScript-Full-Stack-Developer genannt. Sie entwerfen nicht nur den Aufbau und die Funktionen von Webseiten und Webapps, sondern entwickeln auch Schnittstellen, z. B. zu Datenbanken oder Bibliotheken. Manchmal übernehmen sie auch Jobs als Datenbank-Entwickler.

Welche Skills benötigt ein Full-Stack-JavaScript-Entwickler?

Wer als Full-Stack-Softwareentwickler mit JavaScript arbeiten will, sollte über ein breites Spektrum an Fähigkeiten verfügen. Die Programmiersprache JavaScript zu lernen ist nur ein kleiner Teil der Voraussetzungen. Der Umgang mit JavaScript-Strings und -Loops stellt für einen Programmierer mit stabilem Basiswissen kein Problem dar. Außerdem sind neben dem sicheren Umgang mit JavaScript HTML-Kenntnisse erforderlich. Weitere Themenschwerpunkte sind außerdem:

UX-Design und Kundendialog

Wenn ein Entwickler JavaScript nutzt, ist er damit in der Lage, das gesamte Frontend zu erstellen. Doch auch das Entwerfen der Softwareumgebung, Kenntnisse im UX-Design und der Dialog mit dem Kunden gehören den Aufgaben eines JavaScript-Entwicklers. Oft gibt es in einem Unternehmen mehrere Entscheidungsträger. Nicht nur die Projektleitung der Softwareentwicklung, auch der Programmierer selbst benötigt mitunter diplomatisches Geschick bei der Zusammenarbeit.

Responsive Design

Das Beherrschen von Responsive Webdesign ist eine grundlegende Voraussetzung, wenn Softwareentwickler mit JavaScript arbeiten. Das Wort „responsive“ kann in etwa mit „zugänglich“ oder „ansprechbar“ übersetzt werden. Es bedeutet in diesem Zusammenhang, dass das Layout einer Webseite oder eine Webapp auf das Endgerät angepasst wird. Die User können dann z. B. eine Website von Computern mit verschieden großen Bildschirmen oder mit Tablets oder Smartphones aufrufen, die verschiedene Display-Formate haben.

Frameworks

Um präzise und ressourcenschonend arbeiten zu können, sollte sich ein JavaScript Entwickler nicht nur mit verschiedenen Frameworks auskennen. Er muss auch einschätzen können, welches Framework für ein Projekt am besten geeignet ist. Das ist die Art von Berufserfahrung, die aus einem Junior-JavaScript-Entwickler einen alten Hasen macht.

GitHub

Jeder JavaScript-Entwickler profitiert davon, wenn er Datenbanken nicht nur verwalten, sondern auch einrichten kann. Auch im Umgang mit der Versionskontrolle GitHub sollte er geübt sein. Auf diese Weise lassen sich Änderungen nachverfolgen und rückgängig machen.

JavaScript: Debugging und Notfallservice

Wenn Softwareentwickler mit JavaScript arbeiten, können sich schnell Fehler einschleichen. Nicht selten versteckt sich in der Syntax ein Tippfehler. Oder es gibt z. B. Verbindungsprobleme zwischen ein JavaScript-Datei und einem HTML-Dokument. Diese sogenannten Bugs sind sie kein Zeichen einer unkonzentrierten Arbeitsweise. In der Regel wirken sie sich auch nicht negativ auf das Gehalt eines JavaScript-Entwicklers aus. Vielmehr sind Bugs in JavaScript und in der Arbeit mit jeder anderen Programmiersprache alltäglich. Das Lokalisieren und Beheben von Fehlern, also das JavaScript-Debugging, gehört zu den Kernaufgaben eines JavaScript-Entwicklers.

Viele IT-Dienstleister verfügen über sogenannte Software-Tester. In der Regel sind das Personen, die sich grundlegend mit Informatik auskennen. Es müssen jedoch nicht zwingend Webentwickler sein oder Programmierer, die mit JavaScript arbeiten. Softwaretester prüfen eine Software aus der Sicht des Users und dokumentieren eventuelle Fehler. Diese Fehlerliste wird dann an den verantwortlichen Programmierer weitergeleitet. Grundsätzlich sollte ein JavaScript-Entwickler mit Berufserfahrung in der Lage sein, die Software selbst auf Herz und Nieren zu testen.

JavaScript-Debugging kann viel Zeit fressen. Brenzlig wird die Situation, wenn Bugs das Ausführen von Programmen oder Webseiten behindern, die dringend benötigt werden. Bricht zum Beispiel ein Webshop zusammen, kann das mit erheblichen Umsatzeinbußen einhergehen. Für diesen Fall bieten einige IT-Dienstleister einen Notfallservice an. Ein JavaScript-Debugger begibt sich dann auf Fehlersuche. Ziel ist es, den Bug möglichst schnell zumindest so weit zu beheben, dass die Website wieder funktioniert. Anschließend werden Funktionstests durchgeführt. Gegebenenfalls werden Präventionsmaßnahmen empfohlen. Diese sind wichtig, um zu verhindern, dass sich erneut Fehler einschleichen.

TenMedia & JavaScript: Entwicklung und mehr

Zum Kundenstamm der TenMedia GmbH gehören neben KMU auch Behörden und aufstrebende Start-ups. Wir sind nicht nur fähige JavaScript-Entwickler: Unsere Kompetenzen liegen in vielen Bereichen der IT-Branche. Eines unserer Spezialgebiete neben JavaScript ist die PHP-Entwicklung. Sie ermöglicht uns das Realisieren umfangreicher Webportale, dynamischer Apps und Onlineshops. Darüber hinaus ist das Programmieren von Datenbank-Software eine unserer Stärken.

Nach Absprache übernehmen wir längerfristig Aufgaben aus den Bereichen Monitoring oder Support. Auch kurzfristig ist TenMedia zur Stelle. Wenn es mal brennt, helfen wir beispielsweise mit einer Notfall-JavaScript-Entwicklung aus.

Unsere Kunden profitieren nicht nur von unserer jahrelangen Erfahrung als Programmierer und JavaScript-Entwickler. Auch das Anwenden von Techniken der agilen Softwareentwicklung macht uns zu einer leistungsfähigen und zuverlässigen IT-Agentur. Für Anfragen sind wir jederzeit erreichbar. Gern nehmen wir uns Zeit und bieten eine umfassende Erstberatung. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!

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Kontaktperson
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+49 (0) 30 5 490 650-0
susan.niemeier@tenmedia.de
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