Web App

Eine Web-App ist eine responsive Website, die Benutzer im Browser des Mobilgeräts oder auf ihrem Desktop-Computer starten können. Unter der Verwendung von Technologien wie beispielsweise JavaScript können dadurch Aufgaben im Internet ausgeführt werden.
Drei Arbeitskollegen sitzen vor einem Laptop im Büro
© goodluz

Definition Web

Der Begriff Web ist die Abkürzung für das World Wide Web. Das World Wide Web ist ein interaktives Informationssystem, das dem Benutzer Zugriff auf Bild-, Text-, Ton- und Videodateien ermöglicht, die durch Hypertext- oder Hypermedia-Links miteinander verbunden sind. Hyperlinks sind elektronische Verbindungen, die zusammengehörige Informationen miteinander verknüpfen, um dem Benutzer einen einfachen Zugang zu ihnen zu ermöglichen.

Definition App

Das Wort App kommt aus dem Englischen und ist die Abkürzung für Application Software (Anwendungssoftware). Eine App bezeichnet Programme aus dem Internet für mobile Geräte wie Smartphones, Laptops und Tablets zu beschreiben. Beispiele für Apps sind Programme zur Bildbearbeitung, Spiele oder E-Mail Programme.

Der Begriff App wurde von Apple populär gemacht, als das Unternehmen im Jahr 2008, ein Jahr nach der Veröffentlichung des ersten iPhones, den App Store einführte. Als das iPhone und der App Store an Popularität gewannen, wurde der Begriff App zur Standardbezeichnung für mobile Anwendungen. Programme für Android und Windows Phone werden nun ebenfalls als App bezeichnet.

Definition Web-App

Eine Webanwendung (kurz Web-App) ist eine Anwendungssoftware, die über das Internet auf ein Endgerät geladen wird. Für die Benutzung einer Webanwendung ist kein vorheriger Download oder eine Installation nötig, da die Anwendung von einem Webserver geladen und im Webbrowser ausgeführt wird. Ein Webserver ist ein Server (englisch für Diener), der Webinhalte im Internet bereitstellt und Dokumente an Clients wie einen Webbrowser überträgt. Ein Webbrowser ist ein Programm zur Darstellung von Websites im Internet.

Die Web-App ist somit sofort nach Eingabe der URL verfügbar. URL ist die Abkürzung für Uniform Resource Locator und bedeutet auf Deutsch Ressourcenzeiger. Unter der URL versteht man auch die Internetadresse. Websites und Web-Apps können im Internet über eine Adresse gefunden und abgerufen werden.

Zusätzlich ist es möglich, eine Verknüpfung auf dem Home-Bildschirm eines mobilen Endgerätes oder auf dem Desktop eines Laptops anzulegen. Dies ermöglicht die Benutzung eines Lesezeichens. Normalerweise basieren Webanwendungen auf der Programmiersprache JavaScript sowie auf HTML und CSS. Beispiele für häufig genutzte Web-Anwendungen sind Web-Mail, Onlineshops und Online-Banking.

Funktionsweise

Eine Webanwendung wird gestartet, indem im Browser die URL eingegeben und dadurch direkt eine Anfrage verschickt wird. Diese Anfrage wird auch HTTP-Request genannt und wird vom Webserver entgegengenommen und an die Web-App weitergeleitet. Auf diese Weise entsteht der HTML-Quellcode, der zurück an den Browser des Nutzers geschickt wird. Der Quellcode, welcher auch Quelltext genannt werden kann, ist der geschriebene Text eines Computerprogramms. Um eine Web-App zu erstellen oder zu verändern, wird der Quelltext bearbeitet.

Die Webpage, welche sich nach der Erstellung des Quellcodes öffnet, ist die grafische Benutzeroberfläche der Web-App. Eine erneute Anfrage an den Webserver kann durch das Anklicken des Links auf der Webpage gestartet werden. Dabei werden weitere Informationen, beispielsweise die Parameter des Links oder die im Formular getätigten Eingaben, an den Webserver geschickt, die wiederum als Eingabe durch die Web-App verarbeitet werden.

Entwicklung einer Web-App

Um eine Web-App zu entwickeln, gibt es für Unternehmen und Privatpersonen verschiedene Optionen. Sie können entweder eine Web-App selber programmieren oder professionelles Personal einstellen. Außerdem können für die Programmierung Softwareagenturen beauftragt werden.

Der Entwurf einer Web-App besteht aus mehreren Phasen. Die erste Stufe ist das Skizzieren. Dort wird eine erste Übersicht der Web-App gestaltet. Nach der Skizzierung wird der Arbeitsablauf geplant. Dabei ist zum Beispiel festzulegen, wie sich ein Benutzer in der App anmeldet oder sein Passwort ändern kann.

Der nächste Schritt ist die Erstellung eines Prototypen. Ein Prototyp ist ein Modell oder eine frühe Version eines Produkts, in diesem Fall einer Web-App, das zum Testen eines Konzepts oder Prozesses gebaut wird.

Als nächstes wird bestimmt, in welcher Datenbank die Informationen der Web-App gespeichert werden sollen. Eine Datenbank ist ein softwarebasiertes System für die Speicherung und Verwaltung von elektronischen Daten.

Danach folgt das Frontend. Das Frontend ist das visuelle Element einer Web-App. Es definiert, was Benutzer sehen und womit sie interagieren. Das Frontend wird mit HTML, CSS und JavaScript umgesetzt. Im nächsten Schritt muss das Backend konfiguriert werden. Das Backend ist das Gegenstück zum Frontend und das technische System hinter einer Web-App, das von Nutzern nicht eingesehen werden kann.

Im letzten Schritt folgt das Hosten der Web-App. Hosting ist die Bereitstellung von Speicherplatz auf einem Server für verschiedene Internetdienste. Es ist verantwortlich für das Bereitstellen der Web-App.

Voraussetzungen einer Web-App

Funktionale Anforderungen

Funktionale Anforderungen sind solche, die sich auf die technische Funktionalität des Systems beziehen. Sie geben an, wie die Benutzer mit der Anwendung interagieren werden.

  • Leistung: Es gibt bestimmte Vorgaben, wie viel Zeit jede Seite zum Laden benötigen sollte
  • Skalierbarkeit: Web-Apps sollten in der Lage sein, eine große Anzahl von Benutzern zu bewältigen
  • Kapazität: Es muss genügend Speicherplatz für eine Web-App vorhanden sein
  • Verfügbarkeit: zulässige Ausfallzeiten der Anwendung
  • Sicherheit: Dieses Element beinhaltet die Sicherheit des Inhaltes und der Verschlüsselung der Web-App

Geschichte

Die Geschichte der Web-App begann in den frühen 1990er Jahren. Damals bestand das Internet nur aus Textdokumenten in Form statischer HTML-Seiten. HTML ist die Abkürzung für Hypertext Markup Language und ist eine textbasierte Auszeichnungssprache für Dokumente, die zur Anzeige in einem Webbrowser bestimmt sind.

Später wurde es möglich, Bilder, Video- und Audiodateien zu den Webseiten hinzuzufügen, jedoch auch nur in statischer Form. Die Absicht, HTML-Seiten dynamischer zu gestalten, führte 1995 zur Entwicklung der Programmiersprache JavaScript. Sie ermöglichte es, Webseiten mit verschiedenen interaktiven Elementen auszustatten.

Der Wechsel von statischen zu dynamischen Webseiten wurde 2005 durch den Begriff Ajax geprägt, einen Ansatz für nachladende Oberflächen und die Entwicklung von Web-Apps. Ajax bezeichnet den Prozess einer asynchronen Datenübertragung zwischen einem Server und einem Webbrowser. Mit Ajax können Web-Apps asynchron im Hintergrund Daten von einem Server senden und abrufen, ohne in die Darstellung der bestehenden Seite einzugreifen.

2016, während der jährlichen Google IO-Konferenz, stellte Eric Bidelman (Senior Staff Developers Programs Engineer) Progressive Web Apps (PWAs) als neuen Standard in der Webentwicklung vor. Eine Progressive Web App ist eine Anwendungssoftware, die über das Web bereitgestellt wird und die User Experience auf mobilen Endgeräten verbessern soll.

Beispiele Web-Apps

Webanwendungen können in den Bereichen Webmail, Video- und Fotobearbeitung, Textverarbeitungsprogramme und Tabellenkalkulationen vorkommen.

Outlook.com

Outlook.com ist ein Beispiel für ein E-Mail Programm, das als Web-App verfügbar ist. Der von Microsoft entwickelte E-Mail Service ist seit 2013 als Web-App auf dem Markt und ersetzte damals Hotmail. Mit der Outlook Web-App können Nutzer im Webbrowser ihre E-Mails schreiben, lesen und empfangen. Außerdem wurden in der Web-App Funktionen wie Word und PowerPoint integriert.

Google Docs

Zu den Webanwendungen, die es Teammitgliedern kostenlos ermöglichen, gemeinsam an demselben Dokument zu arbeiten, gehört Google Docs. Google Docs ist ein Textverarbeitungsprogramm, das von Google angeboten wird. Der Dienst umfasst auch Google Sheets, Google Slides, Google Drawings, Google Forms, Google Sites und Google Keep. Google Docs ist als Web-App verfügbar und wird von Browsern wie Google Chrome, Mozilla Firefox, Microsoft Edge und Apple Safari unterstützt. Die App ermöglicht es Benutzern, Dateien online zu erstellen und zu bearbeiten, während sie mit anderen Benutzern in Echtzeit zusammenarbeiten. Außerdem ist Google Docs seit 2014 als mobile App verfügbar.

Unterschied zu einer Website

Eine Website ist eine Sammlung aller HTML-Seiten, die im Internet zur Verfügung gestellt werden. Sie wird vorwiegend über die Homepage eines Webbrowsers erreicht. Websites enthalten überwiegend statische und informative Elemente und bieten weniger interaktive, handlungsorientierte Inhalte als Web-Apps. Auch der Inhalt wird seltener dynamisch aktualisiert. Der Informationsfluss verläuft dadurch weitgehend in eine Richtung.

Web-Apps sind Websites mit Funktionalität und interaktiven Elementen. Sie sind dynamisch und auf die Einbindung der Benutzer ausgelegt. Da Web-Apps anpassbar sind und eine breite Palette von Funktionen ausführen können, sind sie im Allgemeinen schwieriger zu erstellen und erfordern ein erfahrenes Team von Softwareentwicklern.

TenMedia: Softwareagentur in Berlin

TenMedia ist eine Agentur für Webentwicklung und Softwareentwicklung in Berlin zwischen Alexanderplatz und Rosa-Luxemburg-Platz. Seit 2011 liegt unser Fokus auf Individualsoftware, Online-Plattformen, Datenbanken, Apps und Cloudanwendungen.

Mit unserer langjährigen Erfahrung und als Gründer eigener Portale sind wir in der Lage, die Vorstellungen unserer Kunden umzusetzen.

Wir freuen uns über innovative Ideen und sind jederzeit per E-Mail, telefonisch oder persönlich in unserem Büro in Berlin Mitte erreichbar.

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