MySQL-Programmierer

MySQL-Programmierer entwickeln und überwachen relationale Datenbanksysteme. MySQL-Datenbanken sind die Grundlage für: Websites, Onlineshops, CMS und mehr. Was ist MySQL und welche Vorteile hat das Konzept einer relationalen Datenbank?
MySQL-Programmierer
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Wann brauche ich eine Datenbank?

Nicht nur MySQL-Programmierer wissen: Datenbanken sind aus der digitalen Welt nicht mehr wegzudenken. Sie dienen dem Erfassen und Speichern von Daten und Datensätzen. Auf diese Weise lassen sich Informationen, Dateien oder Medien sortieren und per Abfrage anzeigen. Im Grunde sind Datenbanken also digitale Aktenschränke. Das Verwalten von Informationen erlaubt es, beliebig große Datensätze zu speichern und zu bearbeiten.

Die Möglichkeiten der Anwendung sind vielfältig. Es können z. B. Kundendaten, Lagerbestände oder Daten für die statistische Auswertung gespeichert werden. Ist genügend Speicherplatz vorhanden, können große Datenmengen erfasst werden. Um Datenbanken erstellen zu lassen, wird nicht zwingend ein MySQL-Programmierer benötigt. Entwickler mit MySQL-Kenntnissen kommen jedoch sehr häufig bei komplexen Abfragen ins Spiel.

Datenbanken dienen nicht nur dem Nutzer als Instrument zur Datenverwaltung. Als sie in den Sechzigerjahren entwickelt wurden, bescherten Datenbanken der Softwareentwicklung einen gewaltigen Aufwind. Das Generieren von Informationen anhand gespeicherter Daten machte die elektronische Datenverarbeitung effizienter. Databases wurden zwischen Betriebssystem und Anwendung eingebettet. So konnten nicht nur Informationen, sondern auch Funktionen und Interaktionen zwischen Programmen besser strukturiert werden. Als IBM dann in den Siebzigerjahren das relationale Datenbankmodell entwickelte, ebnete der Tech-Konzern damit den Weg für den PC und letztendlich auch für das Internet.

Relationale Datenbanken: Was ist das?

Die relationale Datenbank (RDB) ist das am weitesten verbreitete Datenbankmodell. Das relationale System ist auch die Grundlage für MySQL-Datenbanken. Es stellt mathematische Beziehungen zwischen den eingepflegten Daten her. Das funktioniert so:

Einzelne Daten werden in Feldern gespeichert. Die Felder werden thematisch im Rahmen einer Tabelle zusammengefasst. Dabei bildet jede Zeile der Tabelle einen individuellen Datensatz. Die Spalten der Tabelle wiederum definieren die jeweiligen Attribute der Datensätze. Anzahl und Typ der Attribute werden durch ein Relationsschema definiert.

Die relationale Datenbank besteht aus einer beliebigen Anzahl an Tabellen. Eine oder mehrere Zeilen aus diesen Tabellen können via Select-Anweisung abgefragt werden. Auf Basis der Interaktionen zwischen den Tabellen werden Beziehungen hergestellt. Das geschieht mithilfe eines sogenannten Primärschlüssels, der die Zeilen der Tabelle eindeutig kennzeichnet. Um Relationen zwischen mehreren Tabellen herzustellen, wird ein Fremdschlüssel verwendet. Er besteht aus einer oder mehreren Spalten einer Tabelle. Diese verweisen auf einen Primärschlüssel einer anderen Tabelle.

Das relationale Datenbankschema erlaubt es also, Daten aus einer Datei mit Datensätzen beliebig vieler anderer Dateien zu verknüpfen, ohne die jeweiligen Tabellen neu strukturieren zu müssen. Egal, unter welchem Aspekt eine Information gesucht wird: Solange sie vorhanden ist, wird sie auch gefunden.

Objektorientierte Datenbankmodelle und CRM-Systeme

Eine Alternative zur relationalen Datenbank stellen objektorientierte Datenbanken dar. Hier werden Daten als Objekte klassifiziert und sogenannten Objektklassen zugeordnet. Die Eigenschaften dieser Klassen können wiederum an Objekte in Unterklassen weitergegeben werden. Datenbank-Programmierer sprechen dabei von Vererbung.

Da für relationale Datenbanken die Einsatzgebiete größer sind, werden sie in der Regel für alltägliche Verwaltungsaufgaben verwendet. Zum Beispiel für Onlineshops zum Verwalten des Bestandes. Oder auch von Banken oder Versicherungen zur Speicherung und Bearbeitung von Kundendaten. Auch die Optimierung von Kundenbeziehungen lässt sich damit bewerkstelligen. Hier kommen CRM-Systeme ins Spiel. CRM steht für Customer Relationship Management. Es geht also um das Organisieren und Erhalten der Beziehung zu Kunden oder Klienten. CRM-Software erfasst Kundendaten automatisch und kann auch zu deren Analyse und Auswertung eingesetzt werden.

Wie funktionieren MySQL-Datenbanken?

MySQL (manchmal auch fälschlicherweise My SQL geschrieben) ist ein relationales Datenbanksystem, das fähig ist, große Datenmengen schnell und effektiv zu verarbeiten. Der Name MySQL leitet sich von zwei Dingen ab:

  1. Vom Vornamen „My“. So heißt die Tochter von Entwickler Michael Widenius. Dieser hat zusammen mit seinem Kollegen David Axmark 1997 MySQL aus der Taufe gehoben.
  2. Von der Bezeichnung Structured Query Language (SQL). Dabei handelt es sich um eine Programmiersprache zur Kommunikation mit zweidimensionalen relationalen Datenbanken. Es ist die Regel, dass Programmierer SQL gut beherrschen, da sie in der Arbeit mit Datenbanken eine Standardsprache ist.

Bei MySQL Datenbanken sind die Daten auf dem MySQL Server gespeichert. Über Schnittstellen(/de/glossar/schnittstellen) können Clients via Befehl benötigte Informationen erhalten. Clients sind die Programme, mit denen die Daten verarbeitet werden. Dabei kann es sich um eine PC-Software oder eine Internet-Anwendung handeln. Eine Rechtezuordnung regelt, auf welche Datenbank der Client in welchem Umfang zugreifen darf.

Der MySQL-Programmierer formuliert sogenannte MySQL-Querys, um Daten aus der Datenbank abzufragen. Die Ergebnisse der Abfragen können in einem Query-Cache temporal abgelegt werden. Erfolgt die Nutzung dieses Cache-Speichers, kann der MySQL Query sofort antworten, wenn eine identische Datenbankabfrage zu einem späteren Zeitpunkt wiederholt wird. Er muss nicht extra den gesamten Bestand der MySQL-Datenbank durchsuchen. Das spart Zeit.

MySQL: Parsing und Optimierung

Bevor ein Query ausgeführt wird, wird seine Syntax in ihre Bestandteile zerlegt. Das dient zur Durchführung einer Gültigkeitsprüfung. Anschließend werden Informationen erfasst: Welche Aktion soll durch den Query ausgeführt werden? Auf welche Tabelle bezieht sich die Abfrage, etc. Dieser Vorgang wird Parsing genannt. Anschließend identifiziert der MySQL-Optimizer die effizienteste Vorgehensweise zur Bearbeitung der Abfrage. Ziel ist es, die Zahl der Datensätze, die gelesen werden müssen, gering zu halten. Der Optimizer vergleicht verschiedene Vorgehensweisen miteinander und wählt am Ende die effizienteste aus.

MySQL läuft sicher und stabil. Es ist flexibel einsetzbar und wird bei der Entwicklung durch MySQL-Programmierer mit Schnittstellen zu einer großen Zahl an Anwendungen ausgestattet. Auch Megakonzerne wie Google, YouTube oder Facebook arbeiten u.a. mit MySQL-Datenbanken, wenn ihr Einsatz sinnvoll ist.

MySQL vs. MariaDB

Wenn in MySQL Programmierer für ein Projekt eine relationale Datenbank erstellen, nutzen sie oft den Datenbank-Server MariaDB. Die Begriffe MySQL und MariaDB werden manchmal auch synonym verwendet. Es handelt sich jedoch bei beiden um eigenständige Datenbanksysteme.

Wenige Jahre nach seiner Entwicklung war MySQL eine führende SQL-Datenbanken-Software. Damit stand sie in direkter Konkurrenz zum amerikanischen IT-Unternehmen Oracle. Die MySQL-Entwickler Widenius und Axmark hatten die Anwendung als Open-Source-Software angedacht. Die Vision von Michael Widenius sah vor, dass MySQL kostenlos nutzbar sein sollte. Außerdem durfte es durch MySQL-Programmierer individuell angepasst und weiterentwickelt werden. Der Quellcode war also frei. Oracle vertrieb seine eigene Datenbanken-Software kommerziell. Daher war es dem Konzern ein Dorn im Auge, dass mit MyQSL eine Datenbank erstellen kostenlos möglich war.

Im Jahr 2010 kaufte Oracle das Unternehmen Sun, dass die Rechte an MySQL besaß. Widenius, ging davon aus, Oracle wolle sein Datenbanksystem aus dem Verkehr ziehen. Er gründete kurzerhand seine eigene Firma und rief die Datenbank-Software MariaDB ins Leben. So wollte er sicherstellen, dass weiterhin Programmierer mit MySQL arbeiten konnten. Benannt wurde auch diese Software wieder nach einer seiner Töchter.

Dieses Projekt war eine Abspaltung vom MySQL-System, ein sogenanntes Fork. Widenius übernahm den alten MySQL-Code und entwickelte ihn unabhängig vom ursprünglichen System weiter. Dabei blieb er so eng am Original, dass z. B. Datendefinitionsdateien und Client-Protokolle zu einhundert Prozent kompatibel sind. Die Syntax der beiden Systeme in Bezug auf den Umgang mit Daten ist fast identisch. MySQL-Programmierer können dadurch mit beiden Systemen abwechseln oder parallel an derselben SQL-Datenbank arbeiten.

Oracle nahm MySQL nicht vom Markt, machte daraus allerdings ein Duallizenzprodukt. Im Grunde sind der Download von MySQL und die Nutzung der Software frei. Für Premiumfunktionen muss jedoch gezahlt werden. MariaDB ist hingegen eine reine Open-Source-Datenbank. Das macht sie für MySQL-Programmierer sehr attraktiv. Für viele ist MariaDB eine Art besserer MySQL-Version.

Was macht ein MySQL-Programmierer?

Die Arbeit mit MySQL-Datenbanken umfasst ein großes Pensum an Aufgaben. Welche davon übernommen werden, hängt vom jeweiligen Projekt und seinen Anforderungen ab. Zu den Kompetenzen vom MySQL-Programmierer gehört es nicht nur, MySQL-Datenbanken zu erstellen. Manchmal hat seine Funktion mit eigentlicher Programmierung nichts zu tun.

MySQL-Datenbanken entwickeln

Datenbanken müssen zu hundert Prozent kompatibel zu der Software sein, die auf sie zugreift. Je nach Datenmenge und individuellen Verknüpfungen zwischen den Datensätzen sind die Anforderungen an eine SQL-Datenbank unterschiedlich. Egal ob ein großes Unternehmen oder ein Start-up ein Datenbanksystem benötigt: Die Anwendung sollte im Idealfall individuell entwickelt und an die Bedürfnisse der User angepasst sein.

Administration und Hosting der MySQL-Datenbank

In diesem Bereich fallen einem MySQL-Programmierer vielfältige Aufgaben zu. Im Grunde überwacht er die Daten und ihre Entwicklung. Er beobachtet Datentrends und überwacht die Datenbankprotokolle. Im Zuge der Qualitätssicherung führt er Optimierungen durch. Vor allem muss er darauf achten, dass keine Daten verloren gehen. Er hostet den Server und überwacht den Speicher, damit neue Informationen problemlos eingepflegt und bei einer Suche schnell gefunden werden können.

Auch die Normalisierung der Datenbank gehört zum Aufgabenbereich der Administration. Bei der Normalisierung von MySQL-Datenbanken werden Attribute in mehrere Tabellen aufgeteilt. Als Grundlage der Aufteilung dienen spezielle Normalisierungsregeln, die der MySQL-Programmierer definiert. Dieser Prozess dient dem Vermeiden einer redundanten Datenspeicherung. So sollen Anomalien in den Beziehungen zwischen den Datensätzen vermieden werden. Außerdem wird dadurch die Performance verbessert.

MySQL: Monitoring und Debugging

Monitoring ist die Überwachung von Hardware, Software und Webseiten. MySQL-Datenbanken sind sehr komplexe Systeme. Manchmal lösen Clients Ereignisse aus, die in der Datenbank zu Konflikten führen oder der MySQL-Server wird aufgrund zu vieler Anfragen überlastet. Dann ist es die Aufgabe des MySQL-Programmierers, die Fehlerquelle mittels Debuggings ausfindig zu machen. Anschließend wird der Bug gefixt.

MySQL: Programmierer und Webentwicklung

Obwohl MySQL-Developer größtenteils im Backend der Software arbeiten, kommen sie manchmal auch als Web-Programmierer zum Einsatz. Zum Beispiel beim Entwickeln einer Datenbank-Software oder eines Onlineshops.

Welche Kenntnisse braucht ein MySQL-Programmierer?

Um MySQL Datenbanken erstellen zu können, ist die Beherrschung vom SQL-Code Grundvoraussetzung. Die Basis für die Programmierung in MySQL ist in der Regel eine Fachausbildung als IT-Programmierer. Das kann z. B. ein Studium der angewandten Informatik oder der Medieninformatik sein. Auch Ausbildungen im Bereich Webentwicklung können ein gutes Fundament darstellen, um eine MySQL-Datenbank erstellen zu können. Bei anspruchsvollen Projekten sind Unternehmen interessiert daran, einen Senior MySQL Programmierer finden zu können. Schließlich verfügen diese über ein hohes Maß an Erfahrung, die sie mit der Zeit erworben haben.

Neben SQL-Programmierung und der Beherrschung der dazu nötigen Codes und Befehle können folgende Skills für einen MySQL-Developer von Vorteil sein:

  • Multitasking-Fähigkeit
  • Gutes Zeitmanagement
  • Analytisches Denken
  • Erfahrungen in agiler Softwareentwicklung
  • Sicherer Umgang mit Versionsverwaltungssystemen
  • Beherrschung der Programmiersprache Java und der Skriptsprache PHP
  • Erfahrungen mit dem Percona-Toolkit
  • Kenntnisse in Bezug auf integrierte Entwicklungsumgebungen wie z. B. Eclipse
  • Freude an der Arbeit im Team

MySQL-Programmierer und PHP-Programmierer

PHP ist eine Skriptsprache, die vor allem in der Webentwicklung häufig genutzt wird. Ihre Spracheigenschaften eignen sich besonders gut zur Kommunikation mit SQL-Datenbanksystemen. Oft sind PHP-Programmierer mit MySQL bestens vertraut. Immerhin ist ein Großteil aller PHP Skripts, die regulär auf Web-Anwendungen verwendet werden, im Hintergrund mit MySQL-Datenbanken verknüpft.

Auch für MySQL-Programmierer kann es ein großer Vorteil sein, sich mit PHP auszukennen. So haben sie die Möglichkeit, an datenbankbasierten Websites auch als Frontend-Entwickler zu arbeiten.

TenMedia Berlin: Datenbanken, Software und mehr

Die TenMedia GmbH ist eine dynamische IT-Agentur im Herzen Berlins. Wer sich eine Datenbank mit MySQL programmieren lassen will, ist bei uns in guten Händen. Von der Konzeption über die backend-seitige Entwicklung bis zum Frontend-Design begleiten wir ein Projekt vom ersten Entwurf bis zur letzten Zeile Code. Auch eine webbasierte Datenbank zu erstellen, gehört zu unserem Repertoire.

Wir von TenMedia sind nicht nur erfahrene PHP-Entwickler und MySQL-Programmierer. Wir designen außerdem individuelle Softwarelösungen und Applikationen. Gern übernehmen wir auch zusätzliche Leistungen wie Monitoring oder Hosting. Wir arbeiten mit modernsten Technologien. Unser Know-how in der Webentwicklung ist umfangreich. In der Vergangenheit programmierten wir MySQL-Datenbanken und Software für KMU, Gründer und öffentliche Einrichtungen. Viele spannende Projekte haben wir erfolgreich abgeschlossen. Die Zufriedenheit unserer Kunden liegt uns besonders am Herzen. Feedback ist uns jederzeit willkommen. Unser Team freut sich auf Anfragen via Telefon oder Mail und steht jederzeit mit Rat und Tat zur Seite.

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susan.niemeier@tenmedia.de
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