Generation First – Desktop, Mobile oder doch User First?

In einer Welt voller Möglichkeiten sehnt sich der Mensch oft und gerne nach einem Plan. Insbesondere in der Kommunikation wäre ein Handbuch manchmal nicht schlecht. Denn auch im Zuge der Digitalisierung haben sich hier die Blickwinkel vervielfältigt. Doch wie erreicht man nun im besten Falle die Nutzer?
Generation First – Desktop, Mobile oder doch User First?
© Dmitriy
Erstellt vor 5 Monaten
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Es war einmal der Computer

Technische Neuerungen stehen mittlerweile an der Tagesordnung. Fast jährlich rechnet man mit neuen Technologien und Innovationen. Doch vor nicht allzu langer Zeit war der bloße Besitz eines Computers noch von hoher Bedeutung. Die Möglichkeit vernetzt zu sein, brachte ungeahnte Chancen in unser tägliches Leben. Doch nicht nur für Privatpersonen hat sich dadurch viel verändert. Auch Unternehmen nutzen dieses Potential, um zu sehen und gesehen zu werden. Die Entwicklung einer Homepage dient als digitale Visitenkarte einer Firma. Funktionalität und Kompatibilität mit den PCs der Nutzer stand im Fokus. Daraus entwickelte sich im Kern die erste Perspektive: Desktop First.

Und dann kam das Smartphone

Mit Einführung von internetfähigen Handys und insbesondere der Smartphones wurden neue Kapazitäten der Darstellung geschaffen. Die Handlungsanweisung – die Website soll auf jedem Computer optimal dargestellt werden – musste neu überdacht werden. Vor allem durch den rapiden Anstieg an verkauften Smartphones rückte die Mobile-Entwicklung immer mehr in den Fokus. Nun also doch Mobile First. Und wenn es auf dem Kleinstgerät funktioniert, kann danach die Desktop Variante davon angepasst werden.

Doch wer steckt hinter dem Bildschirm?

Unabhängig von den zwei vorausgegangenen Ansätzen darf man nie aus den Augen verlieren, wer denn das Gerät, welches zunächst im Fokus der Betrachtung steht, steuert. Eine Website kann optisch noch so schön aufbereitet und auch kompatibel mit allen Endgeräten sein – wenn die Nutzer sie nicht verstehen oder bedienen kann, wurde das Ziel verfehlt. Mit dem User-First-Ansatz hat sich eine weitere Betrachtungsweise angebahnt. Primär stand nun der Mensch mit seinen Bedürfnissen im Mittelpunkt. Fast schon psychologisch muss das Verhalten erforscht werden, um Rückschlüsse auf potentielle Erleichterungen in der Handhabung ziehen zu können.

Der gläserne Mensch wird nun also zum Schauplatz aller Dinge und dennoch bleibt er eine “Blackbox”, die es zu entschlüsseln gilt. Swipes und Clicks werden auf einmal einem Lebewesen zugeordnet. Wurde hiermit also der Grundstein für die perfekte Herangehensweise gelegt?

Aller Anfang ist schwer

In einer Welt voller Strukturen ist ein handlungsgeleitetes Vorgehen meist von essenzieller Bedeutung. Doch welche Variante ist nun die Beste? Erfährt der Desktop-PC eine Renaissance? In Zeiten von Netflix und Disney+ wird das Notebook oder der PC doch auf einmal wieder häufiger genutzt. Der Vormarsch von mobilen Endgeräten ist dennoch nicht zu leugnen. Und dann ist da noch dieser “User”.

Die Wahrheit liegt wohl irgendwo in der Mitte. Eine Abdeckung aller Teildisziplinen wäre das Mittel der Wahl. Denn ohne Nutzergruppen, ist, obgleich es sich um eine mobile oder eine desktoporientierte Anwendung handelt, eine Anwendung hinfällig. Umgekehrt benötigt es ein funktionierendes System auf den potentiellen Endgeräten, um überhaupt eine Nutzung zu ermöglichen.

Experience als Schlüssel zum Erfolg

Das Geheimnis des Erfolgs ist, den Standpunkt des Anderen zu verstehen.

Henry Ford

Um ein Erlebnis zu schaffen, welches nachhaltig Vorteile bietet, muss man in seinem Vorgehen zwar bedacht aber dennoch dynamisch sein. Wer beispielsweise zu sehr an der Desktop-Orientierung festhaftet, wird womöglich auf mobilen Endgeräten Schwächen offenbaren. Eine gute Erfahrung zu kreieren, wird eine Gratwanderung zwischen allen möglichen Perspektiven bleiben.

Ein vergleichbarer Prozess findet schon heute in der Webentwicklung statt. Die Rede ist von UI und UX. Besonders in der Webentwicklung ist User Experience Design wichtig geworden, um die darzustellenden Informationen zunächst sinnvoll zu ordnen und zu strukturieren. Dies geschieht vor allem im Hinblick auf eine mögliche Nutzung. Erst danach geht es in das User Interface Design über, welches sich hauptsächlich mit der Benutzeroberfläche auseinandersetzt.

Das Nutzererlebnis sollte auf jeden Fall im Mittelpunkt der Entwicklung stehen. Auch allgemein soll jeder Mensch eine Handlung intuitionsgeleitet durchführen können. Egal ob es sich dabei um den Aufbau des neuen Ikea-Regals handelt oder um die Navigation durch eine Firmenhomepage. Welche Macht das User-Experience und User-Interface Design noch hat, kann unserem neuen Podcast entnommen werden.

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Anna-Amalia Gräwe
Anna-Amalia Gräwe
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