Webbasierte Datenbank erstellen
Definition Datenbank
Eine Datenbank wird als System zur elektronischen Organisation und Verwaltung definiert. Die Hauptaufgabe einer Datenbank liegt darin, große Datenmengen anhaltend, effizient und fehlerfrei zu speichern. Logische Zusammenhänge, die innerhalb der Daten bestehen, werden mit Hilfe einer Datenbank digital wiedergegeben.
Datenbanktypen
Es gibt eine Reihe von unterschiedlichen Datenbanktypen. Im Folgenden werden die gängigen unter ihnen dargestellt:
- Relationale Datenbank
Die Daten werden innerhalb von einzelnen Tabellen gespeichert. In jeder Tabelle finden sich zusammengehörige Daten. Die Datensätze werden in Beziehung zueinander gebracht. Relationale Datenbanksysteme eignen sich besonders für Informationen, die strukturiert und geordnet gelagert werden sollen, wie zum Beispiel im Web-Content-Management, im Controlling, im Rechnungswesen und in Warenwirtschaftssystemen. Ein Beispiel für derartige Datenbanken stellt MySQL dar. Mithilfe der Verwaltungssoftware lässt sich unter anderem eine Webdatenbank erstellen. Auch Microsoft Access zählt zu den relationalen Datenbanken. Um MySQL Datenbanken zu verwalten, kann die Anwendung phpMyAdmin verwendet werden. Die Software arbeitet mit PHP. - Objektorientierte Datenbank
Die gespeicherten Daten und die somit gegebenen Informationen werden als Objekte verwaltet. Ein bestimmter Datensatz stellt ein Objekt dar. Diesem werden Attribute (Objekt: „Maus“, Attribut: „klein“) zugewiesen. Die Daten werden dabei nicht, wie bei einer relationalen Datenbank, auf verschiedene Tabellen verteilt. - Verteilte Datenbank
Die Speicherung der Daten findet bei einer verteilten Datenbank auf mehreren Rechnern statt. Die Datenbank setzt sich aus mehreren Dateien zusammen. - Data Warehouse
Dieser Datenbanktyp ist darauf ausgelegt, schnelle Analysen und Abfragen durchzuführen. Daher wird er häufig für Business-Anwendungen eingesetzt. - NoSQL-Datenbank
NoSQL-Datenbanken werden eingesetzt, um unstrukturierte Daten zu speichern. - Open-Source-Datenbank
Diese Form der Datenbankanwendung besitzt einen offenen Quellcode. Der Quellcode ist der in einer Programmiersprache verfasste, von Menschen lesbare Text eines Computerprogramms. Beispiel für Open-Source-Datenbanken sind Anwendungen wie CUBRID, MariaDB oder MongoDB. - In-Memory-Datenbank
Die In-Memory-Datenbank stellt ein Datenbankmanagementsystem (DBMS) dar, welches die Daten nicht auf Festplattenspeicher lagert, sondern direkt auf den Arbeitsspeicher (RAM) zurückgreift. Das Ziel ist es, den Zugriff auf die Daten zu beschleunigen. Daher kommen In-Memory-Datenbanken beispielsweise in den Bereichen Finanzen und Versicherungen, Industrie oder Medizin vor. - Cloud-Datenbanken
Die Daten, die unstrukturiert oder strukturiert auftreten können, werden in einer Cloud gespeichert. Die Cloud kann dabei öffentlich, privat oder hybrid (Mischung aus privaten und öffentlichen Cloud-Diensten) sein. Sie wird auch als Online-Datenbank bezeichnet.
Webbasierte Datenbank
Was zeichnet eine Datenbank aus, die webbasiert auftritt? Sie unterscheidet sich im Hinblick auf Struktur und Gestaltung nicht von einer „klassischen“ Datenbank. Der Ort, auf dem die Datenbank gespeichert ist, ist entscheidend. Die Speicherung von webbasierten Datenbanken erfolgt in einer Cloud, die mit einem Server verbunden ist. „Cloud“ ist die Kurzform von Cloud Computing. Cloud Computing stellt eine Technologie dar, welche virtuell über eine Internetverbindung zugänglich ist. Dort werden beispielsweise Infrastruktur, Speicherkapazität, Rechenleistung und Anwendungssoftware für den Benutzer zur Verfügung gestellt.
Funktionsweise Webbasierte Datenbank
Unter einer webbasierten Datenbank wird eine Anwendung verstanden, die Inhalte einer Datenbank optisch aufbereitet und über einen Webbrowser erreichbar macht. Die Anwendung greift dabei auf die entsprechenden Daten der Datenbank zu. Das Erstellen einer webbasierten Datenbank als webbasierte Software macht es möglich, die Datenbank online über einen Browser zu nutzen. Dabei werden die Daten zuverlässig gespeichert. Um webbasierte Software zu erstellen, werden Skriptsprachen (beispielsweise PHP) eingesetzt. Sie sind für die Erstellung von dynamischen Webseiten und Webanwendungen zuständig.
Einsatzmöglichkeiten
Für nahezu alle Anwendungen, die auf Daten basieren, werden Datenbanken seit dem Beginn des digitalen Zeitalters eingesetzt, um diese Daten verwahren und verwalten zu können. Datenbankgestützte Anwendungen sorgen für die entsprechende Lagerung und Aufbewahrung der Datenflut.
Im Folgenden sollen Beispiele genannt werden, in welchen Bereichen webbasierte Datenbanken zum Einsatz kommen können. Diese Auflistung ist aufgrund der Existenz großer Datenmengen und der verschiedenen Bereiche bei Weitem nicht vollständig.
Controlling und Rechnungswesen
Eine Vielzahl an Buchhaltungs- und Verwaltungsprogrammen hat die Aufgabe, die eingegebenen Daten in einer Datenbank zu erfassen. Auf deren Basis werden automatische Abläufe generiert und zum Beispiel Rechnungen oder Mahnungen gedruckt, Formulare erstellt oder für das digitale Ausfüllen bereitgestellt.
Warenwirtschaftssysteme (WWS)
Sogenannte Warenwirtschaftssysteme (WWS) sind das bevorzugte Mittel von großen Unternehmen und Online-Shops sowie auch von kleineren Unternehmen. Jeder Artikel und alle dazugehörigen Daten werden erfasst und in einer Datenbank gespeichert und verwaltet. Ein Beispiel dafür ist der Supermarkt. Dort werden die gekauften Artikel gescannt und als verkauft markiert und auf diese Weise im System erfasst. Der Lagerbestand der Artikel im Supermarkt kann so immer aktualisiert werden.
Content Management Systeme (CMS)
Verschiedene Content Management Systeme (CMS) kommen dann zum Einsatz, wenn eine einfache Verwaltung von Internetseiten gewünscht ist. Weitläufige Programmierkenntnisse sind dabei nicht notwendig. Die internetbasierten Anwendungen werden nach der Installation auf einem Webserver für Kunden und auch für den Admin zur Verfügung gestellt und bieten eine virtuelle Oberfläche. Der Admin, also die Person, die die Seite pflegt, besitzt die Zugangsdaten zum Backend-Bereich und kann von dort aus die Anwendung im vollen Umfang verwalten. Dabei ist nicht nur der Inhalt der Seite zu beachten, sondern auch die optische Darstellung und das Layout.
Customer Relationship Management (CRM)
Das Customer Relationship Management (CRM System) befasst sich mit der Beziehung eines Unternehmens zu seinen Kunden. Die entsprechenden Daten werden in diesem System dargestellt und verwaltet. Beispielsweise wird CRM als Business-Lösung überall dort verwendet, wo Unternehmen Daten über (potenzielle) Kunden speichern, die für die Weiterverwendung hilfreich sein können. Außerdem lassen sich mit einem CRM vergangene Interaktionen nachvollziehen und zukünftige planen.
Webbasierte Datenbanken Vorteile
Der Einsatz von webbasierten Datenbanken hat folgende Vorteile:
- Ungebundenheit: Für die Verwendung von webbasierten Datenbanken ist lediglich eine stabile Internetverbindung Voraussetzung, da sich die Anwendungen mittels Browser öffnen lassen. Es ist also möglich, an jedem Ort auf der Welt, an dem es Internet gibt, Einsicht in die Datenbank zu erhalten.
- Erreichbarkeit: Die Anwendung der Online-Datenbank ist über das Internet jederzeit erreichbar.
- Lizenzkosten sind gering: Es gibt eine Reihe von Open-Source-Datenbanksystemen, die es den Nutzenden erlauben, webbasierte Datenbanken ohne hohe Lizenzkosten zu verwenden.
- Große Skalierbarkeit: Durch die Verwendung von Datenbanken, die webbasiert erstellt wurden, sind Anpassungen und Erweiterungen unkompliziert möglich. Die Geschäftsprozesse werden dadurch nicht gestört.
Webbasierte Datenbanken Nachteile
Der Einsatz von webbasierten Datenbanken hat folgende Nachteile:
- Eine funktionierende Internetverbindung muss vorhanden sein, um auf eine webbasierte Datenbank zuzugreifen.
- Sobald Verbindungsprobleme mit dem Internet bestehen, kann die Anwendung nicht geladen werden. Zudem können Daten eventuell nicht gespeichert werden.
- Latenz und Bandbreite der Internetverbindung begrenzen die Antwortzeiten, verglichen mit einer lokal betriebenen Datenbank.
- Viele Anwendungen, die webbasierte Datenbanken abbilden, verursachen monatliche Kosten anstatt einer einmaligen Investition.
- Die Speicherplatzerweiterung kann ebenfalls Kosten verursachen.
Ausblick
Die Datenmengen steigen seit Jahren weiter an. Eine von Statista aufbereitete Prognose bezifferte das weltweit erzeugte Datenvolumen für 2018 auf 33 Zettabyte und erwartete für 2025 rund 175 Zettabyte. Ein Zettabyte entspricht 10 hoch 21 Byte.
Dementsprechend werden auch in Zukunft weitere (webbasierte) Datenbanken benötigt, die die Daten effizient und sicher speichern und die Verwaltung dieser ermöglichen.
Webbasierte Datenbank von TenMedia erstellen lassen
TenMedia ist eine Softwareagentur in Berlin Mitte und setzt seit 2011 auf die Erstellung von Individualsoftware. Unser Entwicklerteam erstellt unter anderem dynamische Webanwendungen. Sie sind ein wichtiger Teil unserer Arbeit. Unsere Digitalagentur, direkt am Rosa-Luxemburg-Platz, hat sich auf die Umsetzung digitaler Projekte für Unternehmen und die Erstellung von Online-Datenbanken spezialisiert und ist offen für unverbindliche Anfragen rund um webbasierte Datenbanken. Weitere Informationen finden sich auf dieser Website, für den nächsten Schritt genügen ein Anruf oder eine E-Mail.
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