Warum CMS wie WordPress ungeeignet sind
Es war wie ein kleines Beben in der Webentwicklung: Als Anfang der 2000er erste Content-Management-Systeme (CMS) erschienen, schossen eigens erstellte Webseiten geradezu aus dem Boden. Plötzlich war es nicht mehr nur Webagenturen und gelernten Programmierern vorbehalten, professionelle Webpräsenzen zu bauen, nun konnten auch Menschen ohne jegliche Programmierkenntnisse ihre Inhalte in einer Art Homepage Baukasten aufbereiten und der Welt präsentieren.
WordPress war hier der Vorreiter: Gestartet als Blogging-Plattform gehört es heute zu den meistgenutzten CMS, selbst Unternehmensseiten basieren auf WordPress oder werden von auf WordPress spezialisierten Webagenturen umgesetzt.
Der enorme Stellenwert von WordPress ist berechtigt: Eine saubere und aufgeräumte Oberfläche ermöglicht das unkomplizierte Verwalten von textbasierten und multimedialen Inhalten. Die Ergebnisse der Webseite bieten nicht nur Besuchenden eine gute User Experience, sondern auch den Betreibenden eine einfache Administration.
WordPress und Sicherheit
Ein zentraler Punkt bei WordPress und anderen schlüsselfertigen CMS ist die Sicherheit. Sicherheit ist ein Thema, welches durch die DSGVO wieder ins öffentliche Interesse gerückt ist und kein notwendiges Übel, sondern ein wirtschaftliches Kerninteresse aller Parteien, insbesondere von Website-Betreibenden. Eine Webseite, zu der sich Unbefugte einen Zugriff verschafft haben, schädigt den Ruf und zieht nicht selten hohe Kosten nach sich.
WordPress gehört zu den Open-Source-CMS und wird von einer sehr großen Community weiterentwickelt. Sicherheitsupdates erscheinen regelmäßig; wer sie nicht zeitnah einspielt, betreibt eine bekannte Schwachstelle weiter. Genau darin liegt in der Praxis das häufigste Risiko, weniger im Kern des Systems selbst.
Den größten Anteil an den bekannt gewordenen Sicherheitsvorfällen haben Plugins und Erweiterungen: Jede zusätzliche Komponente vergrößert die Angriffsfläche und wird von einem eigenen Anbieter gepflegt. Hinzu kommt die große Verbreitung von WordPress, die automatisierte Scans lohnend macht: Bots prüfen Installationen fortlaufend auf bekannte Schwachstellen.
WordPress in der Webentwicklung
Nicht nur Laien, auch Agenturen setzen, entweder auf Kundenwunsch oder aus eigenen Stücken, auf WordPress. Der schnelle Start täuscht dabei leicht darüber hinweg, dass individuelle Anforderungen später oft aufwendiger umzusetzen sind als in einer eigens gewählten Architektur.
Plugins bieten Erweiterbarkeit, bringen datenschutzrechtlich aber eigene Fragen mit: Sie stammen von unterschiedlichen Anbietern, teils aus Drittstaaten, und können eigene Datenflüsse anstoßen. Wer sie einsetzt, muss jede Erweiterung einzeln prüfen und im Verarbeitungsverzeichnis führen, was bei vielen Erweiterungen entsprechenden Aufwand bedeutet.
Zudem decken Plugins die gewünschte Funktion oft nur teilweise ab und bringen Funktionsumfang mit, der nicht benötigt wird. Werden einzelne Erweiterungen vom Anbieter nicht mehr gepflegt, entsteht ein zusätzliches Risiko für das Backend und für die Daten der Besucher.
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Webentwicklung mit Programmiersprachen und Frameworks
Die Integration von gewünschten Features lässt sich daher viel unaufwändiger und sicherer mit einem geeigneten Entwicklungsframework umsetzen. Dies ermöglicht eine zielgerichtete und maßgeschneiderte Umsetzung und reduziert das Risiko durch Sicherheitslücken erheblich.
Zudem kann der Workflow in der Entwicklung durch Versionierungssoftware wie Git (oder vergleichbar) beibehalten und das System so zu jedem Zeitpunkt auf einen gewünschten Zustand zurückgesetzt werden.
Auch für Kunden, die eine Webagentur mit der Entwicklung einer Webseite beauftragen, bietet diese Vorgehensweise den Vorteil, dass nicht nur das Frontend, sondern auch die Administrationsoberfläche im Backend individuell gestaltet werden kann.
Ganz gleich, wie die Internetseite der Zukunft aussieht: Datensicherheit stellt hohe Ansprüche an die Webentwicklung. Ob ein Standard-CMS oder eine Framework-Lösung die passendere Antwort ist, hängt vom Schutzbedarf, vom Funktionsumfang und von den Ressourcen für den laufenden Betrieb ab.
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