WordPress

Kaum eine Software steckt in so vielen Websites wie diese. WordPress ist deshalb selten eine bewusste Entscheidung, sondern der Zustand, den ein Projekt vorfindet, und daraus entstehen die typischen Fragen.
WordPress lohnt sich für Unternehmen, die ihren Auftritt selbst verwalten wollen.
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Was WordPress ist

WordPress ist ein quelloffenes Content Management System, mit dem sich die Inhalte einer Website ohne Programmierkenntnisse anlegen und ändern lassen. Geschrieben ist es in PHP, betrieben wird es mit einer relationalen Datenbank auf einem Webserver. Veröffentlicht wurde die erste Fassung im Mai 2003 von Matt Mullenweg und Mike Little, zunächst als reines Blogsystem für Textbeiträge in umgekehrt chronologischer Folge.

Aus diesem Ursprung stammt der innere Aufbau bis heute. Inhalte liegen als Beiträge und Seiten in der Datenbank, das Aussehen liefert ein Theme, zusätzliche Funktionen kommen als Plugin dazu. Der Kern bleibt schlank, die Fähigkeiten wachsen über Erweiterungen. Darauf beruht die Verbreitung, denn für nahezu jede gängige Anforderung existiert bereits ein fertiges Plugin.

Was der Standard gut abdeckt

Redaktionelle Auftritte, Blogs, Vereinsseiten und Unternehmenspräsenzen mit überschaubarer Logik laufen im Standard zuverlässig. Die Oberfläche ist vielen vertraut, Personal findet sich leicht, und die Einstiegskosten sind niedrig. Für einen Auftritt, der vor allem Texte und Bilder zeigt und über ein Kontaktformular erreichbar ist, gibt es wenig Grund für etwas Eigenes. Ein verbreitetes Werkzeug hat zudem den Vorteil, dass niemand allein damit dasteht, weder bei der Fehlersuche noch beim Personalwechsel.

Aufwand und Grenzen

Die Stärke ist zugleich der wunde Punkt. Ein Auftritt mit zwanzig Plugins hängt an zwanzig fremden Entwicklungsständen, die unabhängig voneinander aktualisiert werden und deren Pflege irgendwann endet. Die WordPress-Wartung ist deshalb kein Zusatz, sondern Teil des Betriebs, mit regelmäßigen Aktualisierungen von Kern, Themes und Erweiterungen sowie einer Sicherung vor jedem Schritt. Wird das ausgesetzt, altert der Auftritt nicht langsam, sondern sprunghaft mit der ersten gemeldeten Lücke. Ein zweiter Kostenblock steckt in den Erweiterungen selbst, von denen viele nur in der kostenpflichtigen Fassung Aktualisierungen erhalten.

Wo der Standard endet

Sobald eine Anwendung eigene Datenmodelle, Rollen jenseits der mitgelieferten oder Anbindungen an Fachverfahren braucht, wird jede Erweiterung zu einem Umweg um das eigentliche Konzept. Der Aufwand verlagert sich vom Bauen ins Umbauen, und die Zahl der Beteiligten steigt mit jedem Plugin. An dieser Stelle wiegt ein Wechsel leichter als die nächste Erweiterung. Eine WordPress-Migration in eine eigenständige Anwendung führt über die Legacy-Modernisierung, bei der Inhalte, Struktur und Adressen erhalten bleiben und allein die Logik neu entsteht. Der Bruch fällt dabei kleiner aus, als er klingt, weil Datenbank und Serverumgebung erhalten bleiben können. Wer den Bestand behalten und nur den Unterbau tauschen will, bleibt in der PHP-Entwicklung und braucht kein neues Team.

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