Automatisierung

Eine Rechnung wird ausgedruckt, abgezeichnet, eingescannt und wieder abgetippt. Automatisierung setzt bei genau solchen Schleifen an, in denen ein Mensch Daten von einer Stelle zur nächsten trägt, ohne etwas zu entscheiden.
Eine Mitarbeiterin zeigt auf die Maßnahmen der Automatisierung für Unternehmen auf ihrem Firmenhandy.
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Was Automatisierung bedeutet

Automatisierung bezeichnet die selbsttätige Ausführung eines Ablaufs, der zuvor manuelle Arbeit erforderte. Ein System übernimmt dabei nicht nur einzelne Rechenschritte, sondern die Abfolge selbst, einschließlich der Übergabe zwischen beteiligten Programmen. Der Mensch bleibt zuständig für Ausnahmen, Freigaben und die Frage, ob der Ablauf überhaupt richtig ist. Der Begriff umfasst damit mehr als einzelne Hilfsprogramme und weniger als eine vollständig selbsttätige Organisation.

Sinnvoll ist der Einsatz dort, wo eine Tätigkeit häufig, gleichförmig und nach klaren Regeln abläuft. Ein Ablauf, den niemand beschreiben kann, lässt sich auch nicht automatisieren. Deshalb beginnt jedes Vorhaben mit der Beschreibung des Ist-Zustands und nicht mit der Auswahl eines Werkzeugs.

Stufen der Automatisierung

Drei Stufen sind zu unterscheiden. Auf der ersten laufen feste Regeln, etwa das Anlegen eines Vorgangs bei Eingang einer Datei. Auf der zweiten verbindet eine Automatisierung Software mehrere Systeme über Schnittstellen und reicht Daten weiter, ohne dass jemand exportiert und importiert. Auf der dritten trifft ein trainiertes Modell Entscheidungen unter Unsicherheit, etwa bei der Zuordnung eingehender Post. Erst hier kommt die KI-Anwendung ins Spiel, während die ersten beiden Stufen ohne sie auskommen. Die dritte Stufe braucht eine Rückfallebene für Zweifelsfälle.

Beispiele und Nutzen

Typische Automatisierung Beispiele sind Rechnungseingang mit automatischer Zuordnung, Terminerinnerungen, wiederkehrende Auswertungen, Datenabgleich zwischen zwei Systemen sowie Prüfschritte in der Softwareauslieferung. In der Verwaltung fällt darunter jeder Vorgang, der heute per Formular startet und über mehrere Stellen wandert. Genau dafür ist eine Workflow-Management-Software gebaut, die Zuständigkeiten, Fristen und Vertretungen mitführt. Der Gewinn liegt im entfallenen Nachfragen, nicht im schnelleren Tippen.

Die Automatisierung Vorteile liegen weniger im eingesparten Zeitaufwand als in der Gleichmäßigkeit. Ein Ablauf, der immer gleich läuft, ist prüfbar und nachvollziehbar. Fehler treten dann nicht zufällig auf, sondern systematisch, und lassen sich einmal beheben statt jedes Mal.

Wo der Nutzen endet

Selten genutzte Abläufe rechnen sich nicht, weil Erstellung und Pflege den Ertrag übersteigen. Eine grobe Faustregel ist, den einmaligen Aufwand gegen die jährlich eingesparte Zeit zu stellen. Ebenso wenig trägt ein Vorhaben, das einen schlechten Ablauf schneller macht, statt ihn zu vereinfachen. Vor der Technik steht deshalb die Frage, ob ein Schritt überhaupt gebraucht wird. Häufig fallen dabei mehr Zwischenstationen weg, als am Ende automatisiert werden. Eingebettet ist all das in die Digitalisierung, die den Rahmen setzt und über einzelne Abläufe hinausgeht. Wählt die Software die Schritte selbst, statt sie abzuarbeiten, führt der Weg zu KI-Agenten.

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