Webentwicklung

Kaum etwas vergrault potenzielle Kunden mehr als eine unübersichtliche, reizlose Webseite. Wer als Unternehmen im Internet Kunden überzeugen, wer als Verein über seine Tätigkeiten informieren oder anderes mit seiner Internetpräsenz bewirken will, braucht einen guten Internetauftritt. Webagenturen oder selbstständige Webentwickler übernehmen den Entwurf, die Realisierung und Pflege von Webseiten.

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Das Erstellen attraktiver, suchmaschinenoptimierter Websites oder Webportale ist eine Aufgabe für Fachleute. Sich ein Webportal erstellen lassen und Webagenturen oder Freelancer mit der Webentwicklung zu beauftragen, bringt für deren Auftraggeber den Vorteil, dass die Seite genau auf die Vorstellungen und die Zielgruppe hin abgestimmt werden kann. Viele Webagenturen bieten neben der Entwicklung einer Internetseite auch deren Pflege oder Weiterentwicklung an.

Definition Webentwicklung

Die Webentwicklung ist ein weites Feld, weshalb es zunächst sinnvoll erscheint, diese Wortzusammensetzung getrennt voneinander zu betrachten. Wenn wir umgangssprachlich “ins Internet” gehen, meinen wir in den meisten Fällen das “World Wide Web” (www.), welches die häufigste Nutzungsform des Internets ist. Per Definition ist das Internet eine Netzwerk-Infrastruktur, das Web hingegen ist eine seit den 1990er Jahren existierende Software-Infrastruktur, die aus Websites besteht, die über Hyperlinks miteinander verknüpft sind.

Etwas zu entwickeln ist der Vorgang einer Erstellung oder einer Verbesserung. Sprechen wir von Webentwicklung, würde dies streng genommen also das Erstellen oder Verbessern von Websites oder webbasierten Applikationen (sogenannten Web-Apps oder Web-Anwendungen) bedeuten. Die Kompetenzbereiche von Entwicklern und Webagenturen gehen aber zumeist darüber hinaus und erstrecken sich auch auf die technische Entwicklung von anderen Produkten, wie z.B. im Bereich Software oder mobile Applikationen. Letztlich kann darunter alles fallen, was sich im Dunstkreis von Software-Lösungen und der Digitalisierung befindet.

Es liegt nahe, beim Stichwort Website zunächst an das äußere Erscheinungsbild zu denken, was schließlich auch das Erste ist, das ins Auge fällt. Dieses zählt zum Aufgabenbereich des Webdesign, welches sich mit der Konzeptionierung und Umsetzung von Grafiken, der Farbgebung und der optischen Gestaltung von Websites im Allgemeinen beschäftigt. Doch auch hier sind die Übergänge fließend: Webdesigner übernehmen manchmal über die Grafik hinaus auch die technische Entwicklung und Webentwickler auch das Design bei ihren Projekten. Bei der Zusammenarbeit mit einer Internetagentur trifft man meistens auf beide Berufsbilder, die dort zusammen an der Umsetzung von Websites und anderen digitalen Projekten arbeiten.

Bei der Webentwicklung kommen für die technische Umsetzung unterschiedliche Technologien und Programmiersprachen zum Einsatz. Während es Programmiersprachen gibt, die speziell für Webanwendungen entwickelt wurden, wie z.B. PHP, verschwimmen die Grenzen mittlerweile immer mehr. Webtechnologien lassen sich heutzutage in den unterschiedlichsten Szenarien einsetzen. Selbst Programmierschnittstellen, sogenannte APIs, lassen sich mit Webtechnologien entwickeln. Dies ist auf die hohe Variabilität von Programmiersprachen zurückzuführen – sobald logische Abfragen möglich sind, sind ihnen nahezu keine Grenzen gesetzt.

Geschichte der Webentwicklung

Das World Wide Web

Der Bereich der Webentwicklung ist noch eine vergleichsweise junge Disziplin. Ihren Anfang nahm sie etwa in den 1990er Jahren. Zuvor erfand Tim Berners-Lee, ein Mitarbeiter des Schweizer Physik-Labors CERN, das World Wide Web im Jahre 1989. Seine Idee war ein internationaler Datenaustausch zwischen Wissenschaftlern, welcher über HTTP-Seiten, die per Hyperlinks miteinander verbundenen waren, umgesetzt werden sollte. Schnell ergab sich ein stetig wachsendes Netz, zu dem vor allem Technik-Nerds mit der Programmierung eigener Homepages ihren großen Teil beitrugen. Diese waren entweder Blogs, also personalisierte Link-Sammlungen mit tagebuchartigen Einträgen, oder einfache HTML-Tabellen. Mit der Zeit entstanden mithilfe von Datenbanken immer mehr dynamische Inhalte, dennoch war die Webentwicklung weniger massenkompatibel, sondern eher eine Nische.

Mit der Gründung von Wordpress im Jahre 2003 explodierte der Markt für Websites. Wordpress war anfänglich eine Plattform für Blogs, entwickelte sich aber mehr und mehr zum Content-Management-System, kurz CMS, welches wegen seiner benutzerfreundlichen Bedienoberfläche so gut wie keine Programmierkenntnisse mehr erfordert und so die Websiteerstellung erleichtert. Diesem Prinzip folgten weitere Anbieter, sodass nun mit unzähligen CMS und Homepage-Baukästen auch Laien Internetseiten bauen konnten.

Web 2.0

Im Jahr 2004 wird das erste soziale Netzwerk gegründet: Mit Facebook und anderen sozialen Medien bricht eine neue Ära des Webs an, in dem nun Interaktion großgeschrieben wird. Dies ist auch in der Webentwicklung spürbar, sodass immer mehr soziale Funktionen auf Websites integriert werden.

Das Web 2.0 läutet das Zeitalter des User Generated Contents an: Statt des passiven Konsums und der einseitigen Kommunikation statischer Websites ist es von der kollaborativen Nutzung geprägt, infolge derer immer mehr Inhalte nicht mehr nur von Website-Betreibern, sondern von Nutzern generiert werden.

Web 3.0

Als logische Konsequenz dieser Entwicklung wird das Netz geradezu mit Informationen und Inhalten überflutet. Um mit dieser großen Datenmenge, auch Big Data genannt, umzugehen und Ordnung zu schaffen, werden Technologien und künstliche Intelligenzen entwickelt, die die Inhalte mit Bedeutungen verknüpfen sollen. Deshalb wird diese dritte Phase des Webs nicht nur Web 3.0, sondern auch semantisches Web genannt. Personalisierte Suchmaschinenergebnisse, die aus dem Nutzungsverhalten abgeleitet werden – also z.B. welche Suchanfragen getätigt, welche Websites besucht und welche Dienste verwendet werden – und zugeschnittene Werbeanzeigen für Produkte, für die sich der Nutzer interessiert oder interessieren könnte, sind nur ein Teil davon. Darüber hinaus sollen Suchanfragen nicht mehr nur Ergebnisse anhand von Stichwörtern generieren, sondern auch Bedeutungen oder Interpretationen inkludieren statt nur Informationen zu liefern. Beispielsweise erhält nicht mehr nur Informationen zum Kölner Dom, wer nach dem exakten Wortlaut, sondern auch, wer nach historischen Gebäuden in Nordrheinwestfalen sucht.

Heute

Die Webentwicklung hat in kürzester Zeit einen immensen Wandel durchgemacht. Während sie sich von einer Nischendisziplin zum Handwerkszeug vieler Autodidakten und Prosumer des Web 2.0 entwickelt hat, ist sie heutzutage wieder im Umbruch. Zwar entwickeln sich die Tools für die Webentwicklung, wie z.B. Entwicklungsframeworks und CMS, stetig weiter und werden dadurch benutzerfreundlicher, allerdings ist auch die Sehgewohnheit heutzutage eine ganz andere: Durch immer professioneller aussehende und mit modernsten Funktionen ausgestattete Websites, steigen auch die Ansprüche der Nutzer. Selbst ungeschulte Augen können meist auf den ersten Blick eine mit einem Baukasten aufgesetzte Website von einer professionell entwickelten unterscheiden. Zudem bringt dies weitere Vorteile im Bereich Funktionalität, Datenschutz und Aktualität. Deshalb geht der Trend wieder dahin, das Erstellen einer Website in die Hände einer Webagentur zu geben.

Bereiche der Webentwicklung

Auch wenn viele Entwicklungsprojekte per Definition nicht in den Bereich der Webentwicklung fallen, werden sie häufig dazu gezählt oder gehören in den Kompetenzbereich von Webentwicklern. Dazu zählen Websites, mobile Apps, Web-Apps und digitale Sprachassistenten.

Websites

Der größte Bereich der Webentwicklung ist die Erstellung von Websites. Dabei lassen sich unterschiedliche Arten von Websites abgrenzen:

Blogs

Blogs lassen sich als der erste große Meilenstein des Webs und als Ursprung von Websites ansehen. In den Anfängen haben Internetenthusiasten auf ihren Seiten eine persönlich kuratierte Link-Sammlung präsentiert, ihren sogenannten “web-log”, welcher eine Dokumentation ihrer Internetaktivität, bzw. ihrer besuchten Websites und besonderen Fundstücke darstellte. Diese wurden um kurze Kommentare und später auch um längere Texte erweitert oder nahmen die Form eines elektronischen Tagebuchs an. Diese konnten von anderen Nutzern verfolgt und kommentiert werden.

Wordpress war die wohl größte Blogging-Plattform. Seit ihrer Gründung 2003 hat sie aber viele Änderungen durchlaufen und hat ihr Angebot nun als CMS ausgebaut. Heutige bekannte Plattformen sind Tumblr, Blogger oder Medium oder soziale Netzwerke wie Instagram oder LinkedIn, die von manchen Nutzern als Blogging-Plattform umfunktioniert werden.

Der Blog kann heutzutage auch eine Sektion auf einer Website eines Unternehmens oder einer Einzelperson sein, der über aktuelle Themen oder einzelne Produkte informiert und ständig aktualisiert wird.

Homepages

Die persönliche oder Firmenwebsite, auch Homepage genannt, fungiert wie eine Art elektronische Visitenkarte und ist die private oder geschäftliche Internetpräsenz von Einzelpersonen oder Unternehmen. Die Gestaltung dieser variiert von einer eher statisch gehaltenen One-Page-Website zur reinen Informationsbeschaffung hin zur interaktiv und aufwendig gestalteten Website mit responsivem Design und modernsten Funktionen. Letztere geht meist über die Bereitstellung von Informationen hinaus und dient zusätzlich der internen (z.B. Intranet) und externen Kommunikation, Vorgangsabwicklungen oder stellt eine eigene Dienstleistung dar.

Onlineshops

Onlineshops sind das digitale Pendant zu einem Geschäft in der realen Welt und ermöglichen die Abwicklung eines virtuellen Kaufvorgangs über eine Website. Auf dieser ist das Angebot einsehbar und es können Produkte bestellt werden, die dann ebenfalls über Online-Bezahlfunktionen bezahlt werden und zur Privatadresse oder an Packstationen geliefert werden.

Marktplätze

Auf Marktplätzen sind statt nur einem gleich mehrere Onlineshops auf einer Website vereint. Beispiele dafür sind Amazon oder eBay. Durch eine Zusammenfassung mehrerer Händler ist die Auswahl an Produkten größer und hat noch dazu den beiderseitigen Vorteil, dass die Bestellvorgänge einheitlich sind und der Versand zentral erfolgen kann.

Soziale Netzwerke

Auf sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter oder Instagram ist die Registrierung eines Nutzerprofils möglich, über das man sich mit Freunden und Kontakten vernetzen und Erlebnisse oder Gedanken über Postings entweder öffentlich oder mit ausgewählten virtuellen Kontakten teilen kann.

Portale

Portale funktionieren ähnlich wie die sozialen Medien über das Anlegen eines Nutzerprofils. Während die Themen und Aktivitäten auf sozialen Plattformen breit gefächert sein können, haben Portale eine genauere Zielsetzung wie z.B. Jobbörsen, Dienstleistungen, Tauschbörsen oder Flohmärkte.

Videoportale und Streamingdienste

Mit YouTube hat sich 2005 die erste große Amateur-Videoplattform entwickelt. Dem sind einige andere Anbieter wie MyVideo oder Clipfish gefolgt. Hier können Nutzer einen sogenannten Kanal anlegen und dort nach dem Motto “Broadcast Yourself” ihre selbstproduzierten Videos hochladen, mit denen andere Nutzer durch soziale Funktionen wie Kommentare oder Bewertungen in Interaktion treten können. Die Videos, die mittlerweile nicht mehr nur amateurhaft, sondern zum Teil von großen Netzwerken produziert werden, lassen sich auf externen Websites einbinden und teilen. Teilweise betreiben auch Firmen oder Agenturen ihr eigenes Videoportal.

Fernsehsender bieten mittlerweile auf ihren Websites einen Großteil ihres Angebots in einer Mediathek an, aus der heraus die einzelnen Clips On-Demand, also per Abruf statt im linearen Fernsehprogramm abgespielt werden können.

Eine weitere große Sparte sind Streamingdienste. Statt Filme und Serien zu kaufen und große Dateien herunterzuladen, können diese im monatlichen Abo auf der Website, auf Smart TVs oder per App auf Mobilgeräten abgespielt werden.

Mobile Apps

App, kurz für Applikation, beschreibt jegliche Form einer Anwendung, speziell im IT-Bereich ist eine Applikation ein Computerprogramm. Im allgemeinen Sprachgebrauch meinen wir, wenn wir von Apps sprechen, zumeist mobile Apps, die für die Benutzung auf dem Smartphone oder Tablet ausgelegt sind.

Aus Sicht der Appentwicklung ist vor allem eine Unterscheidung zwischen nativen und hybriden Apps. Ursprünglich ließen sich Apps nur nativ, also von Grund auf für ein einziges bestimmtes Betriebssystem entwickeln. Aus diesem Grund gab es lange Zeit Apps, die ausschließlich auf iOS oder Android-Smartphones funktionierten, für das jeweils andere Betriebssystem aber nicht verfügbar waren. Dieses Problem lösten sogenannte Hybrid Apps, welche den Markt zum Boomen brachten. Eine hybride App funktioniert über einen schmalen Container, der eine Website laufen lässt – sie basiert also letztendlich auch auf HTML, CSS oder Javascript. In den Anfängen war es deutlich spür- und sichtbar, ob es sich um eine native oder um eine hybride App handelt. Mittlerweile werden Hybrid Apps mithilfe von Frameworks wie React.Native entwickelt, die am Ende der Entwicklungsarbeit kompiliert werden, sodass eine App dabei herauskommt, die wie eine native App wirkt.

Per Definition ist eine App streng genommen kein Web-Produkt, ihre Funktionsweise ähnelt durch die Verlinkung ihrer Menüpunkte oder Funktionen aber sehr der einer Website oder kann durch eine Internetverbindung erweitert werden.

Apps sind die Variablen eines Smartphones, die es für Nutzer individuell machen und bei ihren persönlichen Alltagsproblemen helfen sollen. Die Anwendungsbereiche und Arten von Apps sind nahezu unbegrenzt und reichen vom Wetter über Suchmaschinen, Kalender, Textverarbeitung, Spiele und Unterhaltung, verschiedenste Messenger, Shopping, Nachrichten und News-Ticker, Navigation und Verkehr bis hin zu Online-Banking.

Web-Apps

Ist eine App webbasiert, handelt es sich meist um eine Anwendung, die über einen Internetbrowser läuft. Im Unterschied zu einer Website ist eine Web-App auf eine Nutzereingabe und/oder eine Interaktion angewiesen, um ihren Zweck zu erfüllen. Eine Website enthält demnach Informationen, die auch für sich stehen können und keine weitere Nutzerhandlung mehr erfordern. Eine Web-App hingegen verfehlt ihr Ziel, wenn keine Eingabe erfolgt: Navigationsdienste, browserbasierte Chat- oder Messenger-Dienste oder Spiele gelten als Web-Apps und sind zweckfrei ohne die Eingabe und Steuerung ihrer Nutzer.

Dennoch verschwimmen die Grenzen zwischen Web-Apps und Websites immer mehr. Durch modernste Technologien werden immer häufiger Applikationen in Websites implementiert und einfache Vorgänge zur aufwendigen Interaktion. Unter anderem durch Responsive Webdesign sind selbst Informationen nur noch selten statisch.

Digitale Sprachassistenten

Digitale Sprachassistenten sind schon weitaus älter als man denkt. Zur barrierefreien Bedienung von Computern und Handys kommen sie schon vor Jahren zum Einsatz und konnten Texte und Bedienflächen vorlesen oder Sprachbefehle ausführen. Die neue Generation der Sprachassistenten sind eine Form der künstlichen Intelligenz. Die sogenannten Chatbots, eine Kommunikationsschnittstelle, die die Spracheingabe versteht, per Stichwort interpretiert und sogar in Form einer Computerstimme strukturiert antwortet und handelt, haben in den letzten Jahren an Bekanntheit gewonnen.

2010 brachte Apple Siri für iOS heraus, was den Markt für die Nachfolger Google Assistant und Alexa von Amazon geebnet hat und einen großen Umbruch im Umgang mit Technologien nach sich zog. Mit diesen Sprachassistenten ist es möglich, Smartphones, Computer, Tablets, SmartTVs und Software für Autos Freihand zu bedienen statt Befehle mithilfe von Knöpfen, einer Tastatur, einer Maus oder einem Touchpad einzugeben. Ihnen ist es darüber hinaus möglich zu antworten, wodurch sie über die Klangfarbe ihrer Antworten schon so etwas wie eine künstliche Persönlichkeit erhalten.

Auch Webanwendungen werden immer häufiger mit Web Speech APIs ausgestattet. Damit ist die Spracherkennung und Sprachsynthese (Sprachausgabe) mithilfe eines JavaScripts in Browsern möglich.

Aspekte der Webentwicklung

Gemeinhin ist die erste Assoziation zur Webentwicklung die Programmierung, also das Schreiben des Codes von beispielsweise Websites und Apps. Häufig wird auch das Wort Entwickler als Synonym für Programmierer verwendet. Auch wenn die Programmierung einen großen Teil einnimmt, beinhaltet die Webentwicklung weitaus mehr als das. Weil es so viele Bereiche sind, werden die unterschiedlichen Kompetenzen zum Beispiel in Internetagenturen auf mehrere Leute aufgeteilt. Demnach sind im Prozess der Webentwicklung vor und nach der Programmierung noch weitere Schritte, die zur Durchführung eines erfolgreichen Projekts dazugehören.

Beratung

An erster Stelle steht meist eine Beratung. Für Freelancer in der Webentwicklung ist es besonders wichtig – aber auch in Webagenturen, in denen die Kompetenzbereiche aufgeteilt sind – dass alle Positionen über grundlegende Kenntnisse verfügen, die über ihren Spezialisierungsbereich hinaus gehen, um Projekte einschätzen zu können und diese mit aktuellen Entwicklungen und Trends im Web und der digitalen Welt in Beziehung zu setzen. Auf dieser Basis kann eine Beratung stattfinden, die alle Unterbereiche anreißt und berücksichtigt.

Projektmanagement

In den Bereich des Projektmanagements fallen beispielsweise die Kundenakquise und Kundenbetreuung, eine Ressourcenanalyse, die Angebotserstellung, die interne Delegation von Aufgaben und ein allgemeiner Überblick über das Projekt. Gerade in die Aufgabenbereiche, die finanzielle Aspekte enthalten, fließt Wissen über Betriebswirtschafts- und Volkswirtschaftslehre mit ein, weshalb Projektmanager nicht selten einen Abschluss in diesen Bereichen haben.

Konzeption

Auch die Konzeption ist Teil der Webentwicklung. Hier treffen mehrere Kompetenzbereiche aufeinander: Projektmanager, Content Manager oder eine Redaktion stimmen gemeinsam mit dem Kunden die Inhalte des Projektes ab, beispielsweise, welche Texte oder andere Medien auf einer Website eingebunden werden sollen. Programmierer erfragen und konzipieren die benötigten Funktionen, welche Designer dann grafisch in erste Skizzen unterbringen.

Programmierung

Wie eingangs formuliert, besteht der wohl größte Anteil der Webentwicklung aus der Programmierungsarbeit. Dabei handelt es sich um das Schreiben des Codes des jeweiligen Produktes in der entsprechenden Programmiersprache, wie z.B. PHP oder Javascript und unter Zuhilfenahme unterschiedlichster Entwicklungsframeworks wie Laravel oder VueJS und anderer Tools.

Webdesign

Den wohl zweitgrößten Anteil der Webentwicklung nimmt das Webdesign ein. Dieses kann zusätzlich in User-Interface- oder auch User-Experience-Design (kurz UI/UX) und Grafikdesign unterteilt werden. Der UI/UX Bereich beschäftigt sich, wie der Name bereits vermuten lässt, mit dem Nutzungserlebnis und -verhalten und versucht darauf basierend eine möglichst intuitive, simple und mit Freude bedienbare Oberfläche (Interface) zu entwerfen. Dies tun sie mithilfe sogenannter Wireframes (Verlinkung nach unten?). Auf Grundlage dieser werden dann von Grafik-Designern erste Designentwürfe entwickelt und vorgelegt, die in stetiger Rücksprache, sowohl mit dem Kunden oder des Projektmanagers als Ansprechpartner, als auch mit den Programmierern, angepasst werden. Daraus entwickeln sich konkrete Screen-Designs, die weitaus konkreter und verbindlicher als Wireframes sind. Webdesigner verfügen, anders als Designer im Printbereich o. Ä., in der Regel ebenfalls über Programmierkenntnisse und binden ihr Design eigenständig in den Code ein, sollte es sich um reine Grafikdesigner ohne entsprechende Kompetenzen handeln, geschieht die Implementierung in Zusammenarbeit mit den Programmierern.

Content-Management

Was die Inhalte eines Webprojektes angeht, so kann die Handhabung je nach Projekt sehr individuell aussehen. Zu einem Großteil der Fälle, beispielsweise bei der Websiteerstellung, liegen die unterschiedlichen Medien, also Texte, Bilder, Videos und dergleichen, bereits vor und es fällt in den Aufgabenbereich der anderen Aspekte der Webentwicklung, mit diesen umzugehen. Wird beispielsweise eine Website von Grund auf neu aufgesetzt, ist es an Content-Managern und Redakteuren, in Absprache mit den Kunden und über Recherche Informationen einzuholen und diese entsprechend bestimmter Kriterien aufzubereiten. Diese Kriterien können auch auf bereits vorhandene Inhalte angewandt werden, um diese zu optimieren. Suchmaschinenoptimierung (kurz SEO von Search Engine Optimization) dient einer besseren Platzierung der eigenen Website bei Suchanfragen in Suchmaschinen wie Google zu Stichwörtern, die auf das eigene Produkt zutreffen. Diese Optimierung kann auf zwei Arten stattfinden: Onpage SEO optimiert Texte auf sogenannten Landingpages der Website und spickt diese mit relevanten Keywords, um die Zielgruppe auf die Website zu bringen. Offpage SEO findet, wie der Name schon sagt, außerhalb der Website statt und beinhaltet die Veröffentlichung von Gastbeiträgen auf anderen Websites oder das Setzen von Backlinks in Foren zurück zur eigenen Website. Die Offpage Optimierung ist allerdings nur selten Teil der Webentwicklung.

Hosting, Monitoring und Wartung

Häufig wird bei dem Vorhaben einer Websiteerstellung das Hosting, Monitoring und die Wartung außer Acht gelassen, dabei sind dies wichtige Aspekte der Webentwicklung: Hosting meint das Online-Stellen des fertigen Produkts mithilfe von Webspace, also Speicherplatz auf einem Server, und einer Domain, sprich einer Adresse, über die die Website aufrufbar ist.

Sobald diese online und aufrufbar ist, muss sie ständig auf Fehler überprüft werden. Dies geschieht durch Monitoring, welches entweder automatisch oder manuell permanente Tests durchführt und so die Erreichbarkeit und Funktionalität einer Website gewährleistet. Eine Wartung schließt sich meist an das Monitoring an, wenn nämlich manuell die gefundenen Fehler behoben und die Website optimiert wird.

Full-Stack-Entwickler und Full-Service-Agenturen

Wenn Entwickler Kompetenzen in allen Bereichen und/oder auch im Bereich der Softwareentwicklung besitzen, zählen dieser Allrounder zu den sogenannten Full-Stack-Entwicklern. Im Unterschied zu einer Webagentur bieten Full-Service-Agenturen zusätzlich zu den oben genannten Kompetenzbereichen auch Marketing-Maßnahmen wie Offpage SEO, SEA (Search Engine Advertising, das Schalten und Platzieren von Werbeanzeigen) oder Social-Media-Kampagnen an.

Tools für die Webentwicklung

Je nach Bereich der Webentwicklung gibt es unterschiedliche Tools für die Entwicklung von Websites, Apps und anderen webbasierten Produkten, die zum Standardwerkzeug des Fachbereichs gehören oder als Zusatz ein effizienteres Arbeiten erlauben.

Tools für die Konzeptionierung

Wireframes

Mithilfe von Wireframes kann ein visueller Leitfaden für die Website erstellt werden, der das Schema festlegt. Dabei wird ein grafisches Gerüst entworfen und die gewünschten Funktionen und Menüpunkte positioniert.

Roadmaps

Das Äquivalent für die Appentwicklung sind sogenannte Roadmaps, in denen Funktionsbereiche, die Epics genannt werden, Funktionen, sogenannte Tasks, Benutzergruppen, auch Type of User genannt, und Nutzerbedürfnisse, die User Stories, festgelegt werden. Da Apps in besonderer Weise auf die Nutzerbedienung und -eingabe angewiesen sind, können hier Lösungen für alle denkbaren Szenarios entwickelt und festgelegt werden.

Tools für die Programmierung

CMS

Bei der Programmierung können Content-Management-Systeme, kurz CMS, durch ihre benutzerfreundliche Oberfläche bei einer Websiteerstellung helfen, die keine tiefgehende Programmierkenntnisse benötigt. Beispiele hierfür sind Wordpress oder Joomla, für Onlineshops gibt es ebenfalls konkret auf E-Commerce zugeschnittene CMS wie PrestaShop, Drupal, Magento oder Shopware.

HTML und CSS

Eine unaufwändige Websiteprogrammierung ist mit HTML, welche die Syntax für das Grundgerüst einer Website ist und CSS, welche die optische Gestaltung, z.B. das Farbschema und Formalitäten zur Schrift festlegt.

Programmiersprachen

Mithilfe von Programmiersprachen lassen sich weitaus komplexere Projekte verwirklichen. Beispiele für die Websiteerstellung sind PHP, Java bzw. JavaScript, Ruby und C#. Für Apps sind Java, Swift, Objective-C, Kotlin, C und C++ am geläufigsten.

Frameworks

Durch Entwicklungsframeworks kann die Programmierarbeit zusätzlich erleichtert werden, da diese sogenannte Librarys und häufig verwendete Befehle enthalten. Für die Erstellung von Websites bieten sich hier beispielsweise Laravel, Angular.js oder Symfony an.

Designtools

Designtools für die Webentwicklung sind so zahlreich wie unterschiedlich, zum Standardwerkzeug gehören aber Bildbearbeitungsprogramme wie Photoshop oder Illustrator sowie Adobe XD oder andere Tools, die fähig sind, Wireframes oder Vector Designs zu erstellen.

Kollaborations-Tools

Nur selten ist Webentwicklung eine einsame Tätigkeit. Um die Arbeit im Team zu erleichtern, gibt unterschiedliche Kollaborationstools. Davon gibt es eine Vielzahl, gerade für allgemeine Projekte, doch speziell auf das sogenannte Codesharing zugeschnitten sind beispielsweise Github, Squad oder Jira.

Github ist eine Hosting-Plattform, die im Browser abrufbar ist und auf die Zusammenarbeit bei Software-Projekten spezialisiert ist. Hier können bis zu tausende Webentwickler, aber auch Entwickler im Allgemeinen an einem Projekt arbeiten, ihren Arbeitsfortschritt teilen und einen Überblick über die Code-Versionierung behalten.

Auch Squad lässt sich über den Browser aufrufen und ist ein Code-Editor mit integriertem Chat-Programm, sodass Teams gleichzeitig an einem Code arbeiten und kommunizieren können.

Mit Jira erhalten Entwickler-Teams ein Tool für Projektmanagement und eine Fehlerübersicht. So können sie ihr Projekt planen, verfolgen und herausbringen.

Projektplanungs-Tools

Daran angelehnt gibt es Werkzeuge für die Projektplanung, die mehr als nur das Programmieren einschließen. Mit Tools wie Asana können Teams einen Projektüberblick erstellen, Aufgaben verteilen und abhaken, mithilfe von Deadlines Fristen einhalten und das Projekt so fristgerecht zum Abschluss bringen.

Cloud und Datei-Austausch

Um nicht nur datenverlustfrei und unbegrenzt Dateien zu speichern, sondern sie auch von überall abrufen zu können und sie mit anderen Teammitgliedern zu teilen und gleichzeitig bearbeiten zu können, helfen Cloud-Dienste. Beispiele hierfür sind Dropbox oder OneDrive.

Messenger

Sollte das Projektplanungs- oder Codesharing-Tool keinen Messenger enthalten, kann die Kommunikation über den Arbeitsfortschritt über verschiedene Messenger wie Skype, Slack oder Stripe erfolgen.

Layout

Für das kollaborative Erstellen des Webdesigns bieten sich Tools wie Figma, FramerX oder Adobe XD an.

Zielgruppe der Webentwicklung

Der Bereich der Webentwicklung ist für Unternehmen jeder Art ein wichtiges Thema, da der Internetauftritt heutzutage unabdingbar ist. Er ist als Visitenkarte zu verstehen, die (potenziellen) Kunden einen ersten Eindruck vermittelt.

Zusätzlich stärken Webprodukte die Kundenbindung und bieten Kontaktmöglichkeiten über Kontaktformulare, das Einrichten eines Newsletters oder das Ansprechen neuer Zielgruppen durch eine ansprechende und moderne Webpräsenz.

Nicht selten ist der Internetauftritt oder eine App auch das Produkt selbst, wenn beispielsweise keine Firma oder Filiale sowie kein physisches Produkt vorliegt.

Wenn die Webentwicklung andere digitale Produkte wie die Automatisierung oder Digitalisierung betrifft, kann sie interne und externe Abläufe für Mitarbeiter und/oder Kunden optimieren und vereinfachen.

Webentwicklung bei TenMedia

TenMedia ist eine Webagentur im Herzen Berlins und ist auf jegliche Form der Webentwicklung spezialisiert. Mit modernsten Technologien entwickeln wir state-of-the-art Websites und Apps, die den heutigen Anforderungen und Erwartungen entsprechen. Zusätzlich bieten wir weitere Dienstleistungen wie Webdesign, Hosting, Monitoring und Wartung an oder übernehmen die Betreuung und das Management von Portalen. Für kleine und mittelständische Unternehmen, aber auch für Start-ups mit kleinem Budget können wir z.B. im Rahmen von Code for Equity ein langfristiger IT-Partner werden.

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