Cloud-Sicherheit

Nach einem Datenabfluss zeigt die Prüfung, dass ein Speicherbereich offen im Netz stand. Der Anbieter hatte alles richtig gemacht. Cloud-Sicherheit scheitert selten am Rechenzentrum und meistens an der Einstellung.
Netzwerkkabel führen in eine Netzwerkdose. Diese Dose sieht wie eine Wolke aus. Also wie eine Cloud.
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Was Cloud-Sicherheit umfasst

Cloud-Sicherheit ist die Gesamtheit der Maßnahmen, die Daten und Anwendungen in einer fremd betriebenen Umgebung schützen. Dazu zählen Zugriffssteuerung, Verschlüsselung, Absicherung der Netzverbindungen, Protokollierung sowie Sicherungen und deren Wiederherstellung. Der Unterschied zum eigenen Rechenzentrum liegt nicht in den Zielen, sondern darin, dass ein Teil der Umsetzung bei einem Dritten liegt.

Damit steht am Anfang eine Zuordnung. Die geteilte Verantwortung in der Cloud ist kein Nebensatz, sondern der Kern. Der Anbieter sichert Gebäude, Hardware, Virtualisierung und die von ihm betriebenen Dienste. Beim Kunden bleiben Konten, Berechtigungen, Konfiguration, eigene Anwendungen und die Frage, wer welche Daten überhaupt hochlädt. Die Grundbegriffe dazu sind unter IT-Sicherheit beschrieben und gelten in einer fremden Umgebung unverändert weiter.

Wo die Grenze im Einzelfall verläuft

Die Aufteilung verschiebt sich mit dem Betriebsmodell. Wird nur Rechenleistung gemietet, liegt fast alles oberhalb der Maschine beim Kunden. Bei einer fertigen Anwendung übernimmt der Anbieter deutlich mehr, doch Benutzerkonten und Freigaben bleiben in jedem Fall Kundensache. Ein falsch gesetztes Recht ist kein Anbieterproblem. Vor jedem Vertrag lohnt deshalb eine schriftliche Aufstellung, welche Seite welche Maßnahme übernimmt, statt sich auf eine Marketingzusage zur Cloud-Sicherheit zu verlassen.

Maßnahmen auf der Kundenseite

Vier Bereiche tragen den größten Teil. Zugänge mit Mehr-Faktor-Anmeldung und eng gefassten Rechten, denn übernommene Konten sind der häufigste Einstiegsweg. Die Cloud Verschlüsselung ruhender und übertragener Daten, wobei entscheidend ist, wer die Schlüssel verwaltet. Protokollierung, damit sich nachträglich belegen lässt, wer wann worauf zugegriffen hat. Und geprüfte Sicherungen, die außerhalb derselben Umgebung liegen. Eine Sicherung im selben Konto ist keine Sicherung, weil ein übernommenes Konto beides erreicht.

Cloud-Speicher Sicherheit und Nachweise

Beim Speicher entscheidet die Standardeinstellung. Ein Bereich, der versehentlich öffentlich lesbar bleibt, wird von automatisierten Suchläufen innerhalb kurzer Zeit gefunden, ohne dass es dafür einen gezielten Angriff braucht. Zur Cloud-Speicher Sicherheit gehört deshalb eine regelmäßige Prüfung der Freigaben und nicht nur deren einmalige Einrichtung. Für Behörden und regulierte Betriebe kommt die Nachweisfrage hinzu, also welcher Standort, welche Zertifizierung und welche Vertragsklauseln vorliegen. Einen geprüften Rahmen dafür liefern die Bausteine des IT-Grundschutzes, die für Cloud-Nutzung eigene Anforderungen benennen. Ohne dokumentierte Zuordnung ist kein Nachweis führbar. Die Aufstellung dazu entsteht einmal und wird bei jeder Änderung am Betriebsmodell fortgeschrieben. Bei zertifizierten Betrieben tritt zusätzlich die ISO 27001 bei Cloud und SaaS hinzu, die dieselbe Aufteilung prüfbar machen will.

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