IT Monitoring

Ohne Überwachung fällt ein ausgefallener Server oft erst auf, wenn die ersten Beschäftigten nicht mehr arbeiten können. IT Monitoring, auch als Überwachung der IT-Infrastruktur bekannt, bezeichnet das systematische Überwachen und Verwalten von IT-Systemen wie Servern, Netzwerken und Anwendungen. Es wird oft unterschätzt, wie entscheidend Monitoringprozesse für das reibungslose Funktionieren von Unternehmen sind.
Eine Rakete hebt aus einem Notebook ab. Dank IT Monitoring hat sich die Performance der Server und Anwendungen verbessert.
© Who is Danny

Was ist ein Monitoringprozess?

IT Monitoring heißt im Alltag, dass die Technik eines Betriebs unter ständiger, automatischer Aufsicht steht.

IT Monitoring ist der fortlaufende, automatisierte Prozess, in dem Server, Netzwerke, Datenbanken und Anwendungen anhand festgelegter Messwerte überwacht werden, etwa Erreichbarkeit, Antwortzeit, Auslastung und Fehlerrate. Überschreitet ein Messwert eine vorher definierte Schwelle, löst das Monitoring eine Meldung an die zuständige Stelle aus. Ziel ist, Störungen zu beheben, bevor Nutzerinnen und Nutzer sie bemerken.

Solche Störungen sind keine Ausnahme. Nach der Auswertung von Eurostat zur IKT-Sicherheit in Unternehmen waren 2023 18,0 Prozent der Unternehmen in der EU mit mindestens zehn Beschäftigten davon betroffen, dass IKT-Dienste wegen Hard- oder Softwarefehlern nicht verfügbar waren.

Werkzeuge und Verantwortung im Monitoringprozess

Im Rahmen des Monitoringprozesses wird eine Reihe von Techniken und Tools verwendet. Dazu gehören Software Monitoring Tools, die zur Überwachung der Performance von Softwareanwendungen dienen.

Ein gut durchdachtes IT-Monitoring-Konzept umfasst zudem das Management der Infrastruktur. Dies bedeutet, dass die IT-Teams nicht nur für die Überwachung der Systemleistung verantwortlich sind, sondern auch für die Verwaltung der IT-Ressourcen. Dazu gehört die Gewährleistung der Datensicherheit, die Verwaltung von Server und Netzwerk und die Optimierung der Performance des gesamten Systems. Gerade bei der Nutzung von Open-Source-Tools in der CI/CD-Pipeline ist Monitoring essenziell: Der Supply-Chain-Angriff auf Trivy wurde erst durch anomale ausgehende Netzwerkverbindungen entdeckt.

Warum ein Monitoringprozess ein Konzept braucht

Erfolgreiche Monitoringprozesse erfordern jedoch mehr als nur die Anwendung von Tools und Techniken. Sie erfordern auch eine klare Strategie und einen methodischen Ansatz in Form eines Konzepts für die Überwachung. Um die Vorteile eines Software Monitorings voll ausschöpfen zu können, sollten Firmen bereit sein, in die Implementierung von effektiven Lösungen zu investieren, die auf ihre spezifischen Anforderungen zugeschnitten sind.

Was ist ein Monitoringkonzept?

Ein IT-Monitoring-Konzept ist ein strukturierter Ansatz zur Umsetzung von IT Monitoring in einem Unternehmen. Es dient als Leitfaden für die Überwachung und Verwaltung der Infrastruktur und sorgt für die Implementierung von Best Practices im gesamten Unternehmen.

Ein effektives IT-Monitoring-Konzept umfasst die folgenden Aspekte:

  • System Monitoring
    Dies beinhaltet die ständige Überwachung der Systemleistung und -verfügbarkeit, um Ausfälle zu vermeiden und den Service aufrechtzuerhalten.
  • Software Monitoring
    Hierbei wird die Performance von Softwareanwendungen überwacht, um Probleme frühzeitig zu erkennen und zu beheben.
  • Monitoring Reporting
    Dies ist ein Prozess, der Informationen aus der Überwachung sammelt und sie in einem formatierten Bericht darstellt, der zur Bewertung und Verbesserung der Systemleistung genutzt werden kann.

Ein gut durchdachtes IT-Monitoring-Konzept kann dazu beitragen, die Infrastruktur effizienter zu verwalten, Ausfallzeiten zu minimieren und die Servicequalität zu verbessern. Sicherheitsvorfälle deckt ein solches Konzept allerdings nicht mit ab, dafür sorgt die SIEM-Anbindung der eingesetzten Anwendungen.

Wie erstelle ich ein IT-Monitoring-Konzept?

Der erste Schritt bei der Erstellung von einem IT-Monitoring-Konzept besteht darin, die Anforderungen zu definieren. Dies bedeutet, dass klar eingegrenzt werden muss, welche Aspekte der Infrastruktur überwacht werden sollen und welche Daten für die Überwachung wichtig sind. Die Entscheidung könnte auf verschiedenen Faktoren basieren, darunter die Art des Geschäfts, die Art der Infrastruktur und die spezifischen Geschäftsziele.

Schließlich sollte ein effektives IT-Monitoring-Konzept auch einen Plan für die kontinuierliche Verbesserung enthalten. Das Monitoring ist kein einmaliger Prozess, sondern erfordert eine ständige Überprüfung und Anpassung, um sicherzustellen, dass es effektiv bleibt und die sich ändernden Anforderungen des Unternehmens erfüllt. Dies kann das Sammeln und Analysieren von Daten, das Lernen aus Erfahrungen und das Implementieren von Verbesserungen basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen beinhalten.

Wie wird ein IT-Monitoring-Konzept umgesetzt?

Die Umsetzung eines IT-Monitoring-Konzepts ist ein strukturierter Prozess, der eine Reihe von Schritten umfasst. Die erfolgreiche Umsetzung erfordert strategisches Denken, genaue Planung und kontinuierliche Überprüfung und Anpassung.

Zunächst muss das IT-Monitoring-Konzept sorgfältig entwickelt und geplant werden. Dieser Plan sollte alle Aspekte der Überwachung abdecken, einschließlich der Auswahl der zu überwachenden Systeme, der Festlegung der Überwachungskriterien und der Bestimmung der erforderlichen Tools und Ressourcen.

Konfiguration im System

Die ausgewählte IT Monitoring Software muss dann implementiert und konfiguriert werden. Dieser Schritt umfasst die Installation der Software, die Konfiguration der Einstellungen und die Durchführung von Tests, um sicherzustellen, dass die Software richtig funktioniert. Die Auswahl der Tools kann basierend auf verschiedenen Faktoren erfolgen, darunter:

  • Die Art der zu überwachenden Systeme
    Verschiedene Tools können für verschiedene Arten von Systemen erforderlich sein, beispielsweise für Server, Netzwerke oder Softwareanwendungen.
  • Die spezifischen Anforderungen des Unternehmens
    Die ausgewählten Tools sollten die Anforderungen des Unternehmens erfüllen und die erforderlichen Informationen und Daten liefern können.

Sobald die Tools implementiert und konfiguriert sind, kann die Überwachung beginnen. Dies umfasst die kontinuierliche Überwachung der Systemleistung und -verfügbarkeit und die Identifizierung und Behebung von IT-Problemen.

Management der Monitoring-Aktivitäten

Der nächste Schritt in der Umsetzung eines IT-Monitoring-Konzepts ist das Management der Monitoring-Aktivitäten. Dies könnte die Zuweisung von Verantwortlichkeiten an bestimmte IT-Teams oder Einzelpersonen und die Entwicklung von Prozessen zur Identifizierung, Meldung und Behebung von IT-Problemen beinhalten.

IT Monitoring: Die Überwachung der IT-Infrastruktur

Gegenstand der Überwachung ist die gesamte technische Grundlage eines Betriebs, vom Netzwerk über Server und Speicher bis zu den Anwendungen. Die Überwachung der IT-Infrastruktur ermöglicht es Unternehmen, mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen und proaktiv darauf zu reagieren, bevor sie zu ernsthaften Ausfällen führen. Im Allgemeinen wird die Infrastruktur einschließlich der Server und Netzwerke kontinuierlich überwacht, um die optimale Leistung sicherzustellen. In Bezug auf die Infrastruktur kann beim Monitoring in der IT zwischen den folgenden Funktionen unterschieden werden:

  • Systemüberwachung
    Diese Funktion gewährleistet, dass die Systemleistung und die Auslastung der Infrastruktur ständig überwacht werden. Dabei werden auch unerwartete Systemausfälle frühzeitig erkannt.
  • Serverüberwachung
    Bei dieser Funktion geht es darum, die Performance der Server zu überwachen und zu verwalten. Probleme werden frühzeitig erkannt und können behoben werden, bevor sie zu Serviceausfällen führen.

IT-Systemüberwachung: Schwellenwerte und Fernüberwachung

Die IT-Systemüberwachung ist die Ebene der IT-Überwachung, die einzelne Server und Betriebssysteme im Blick behält, und entspricht weitgehend dem System Monitoring. Meist liefert ein kleines Programm auf dem System, der sogenannte Agent, die Messwerte an die zentrale IT Monitoring Software. Netzwerkgeräte ohne Agent fragt die IT Monitoring Software über Standardprotokolle wie SNMP ab.

In der Regel legt das Konzept je Messwert zwei Schwellen fest: eine Warnstufe, die noch Zeit zum Handeln lässt, und eine kritische Stufe, die sofortiges Eingreifen verlangt. Zu niedrig angesetzte Schwellen erzeugen Meldungen, die im Alltag niemand mehr liest. Bei der IT-Fernüberwachung gehen die Messwerte über eine gesicherte Verbindung an eine entfernte Stelle. Übernimmt ein externer Dienstleister die Auswertung, gehört sie zum laufenden Softwarebetrieb und zur Wartung der Anwendungen.

Software Monitoring: Ein Eckpfeiler der Überwachung

Das Software Monitoring ist eine entscheidende Komponente der Überwachung. Mit dem Einsatz von Software Monitoring wird die Performance von Anwendungen und Softwarepaketen kontinuierlich überwacht und optimiert.

Software Monitoring konzentriert sich auf die Überwachung und das Management der Leistung und Funktion von Softwareanwendungen. Es handelt sich um eine kontinuierliche Überwachung, die speziell auf Softwarekomponenten ausgerichtet ist, um deren Funktionsweise, Zuverlässigkeit und Leistung sicherzustellen. Software Monitoring ermöglicht es den Verantwortlichen, Einblicke in die Performance von Softwareanwendungen zu gewinnen, Probleme frühzeitig zu identifizieren und rechtzeitig Lösungen zu finden.

Es gibt verschiedene Software-Monitoring-Tools, die dazu beitragen, den Zustand und die Performance von Softwareanwendungen zu überwachen. Diese Tools können eine Vielzahl von Informationen und Daten sammeln, darunter Antwortzeiten, Fehlerraten, Transaktionsvolumen und andere Leistungskennzahlen. Die gesammelten Daten werden analysiert und ausgewertet, um wertvolle Informationen über die Funktionsweise der Softwareanwendungen zu liefern.

Im Gegensatz zum generellen Monitoring als Lösung, die sich auf die gesamte IT-Infrastruktur konzentriert, fokussiert sich der Service bei Software Monitoring ausschließlich auf Softwarekomponenten. Dies beinhaltet das Monitoring von Programmen, Anwendungen und Diensten, die auf Servern oder in der Cloud laufen.

Software Monitoring bietet Lösungen für eine bessere User Experience

Die Bedeutung des Software Monitoring Services in der IT-Überwachung liegt in seiner Fähigkeit, einen tiefen Einblick in die Leistung von Softwareanwendungen zu gewähren. Dies ermöglicht es IT-Teams, Probleme frühzeitig zu identifizieren und das Management zu informieren. Außerdem lassen sich durch diese Variante des Monitorings rechtzeitig Lösungen finden, um Ausfallzeiten zu minimieren und die Benutzererfahrung zu verbessern.

Zudem erlaubt es das Software Monitoring, die Auswirkungen von Änderungen an Softwarekomponenten zu beobachten. Dies ist von entscheidender Bedeutung, wenn neue Funktionen eingeführt oder bestehende Komponenten geändert werden. Mit Software Monitoring können Teams Änderungen verfolgen und feststellen, ob sich eine Lösung positiv oder negativ auf die Leistung auswirkt.

Schließlich ermöglicht das Software Monitoring die Überwachung der Benutzererfahrung. Indem sie die Leistung von Softwareanwendungen überwachen, können IT-Teams feststellen, wie gut eine Anwendung aus Sicht des Benutzers funktioniert. Dies kann dazu beitragen, die Benutzerzufriedenheit zu verbessern und die Loyalität zu erhöhen.

Cloud Monitoring: Ein wichtiger Aspekt der Überwachung

In der heutigen Zeit, in der immer mehr Unternehmen ihre Daten und Anwendungen in die Cloud verlagern, ist das Cloud Monitoring zu einem wesentlichen Bestandteil der Überwachung geworden. Bei der Überwachung der Cloud geht es darum, die Verfügbarkeit und Leistung von Cloud-Diensten zu gewährleisten.

Um die optimalen Vorteile des Monitorings auszuschöpfen, sollten Unternehmen einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen, der sowohl das System- als auch das Software-Monitoring berücksichtigt. Dabei sollten sie auch die Rolle des Cloud Monitorings in der heutigen datengetriebenen Welt nicht übersehen.

Was ist der Unterschied zwischen Controlling und IT Monitoring?

Controlling und Monitoring sind zwei wichtige Aspekte im betrieblichen Management, die oft missverstanden oder verwechselt werden. Obwohl sie sich in ihrer Natur und Funktion stark unterscheiden, sind sie beide entscheidend für die effektive Führung eines Unternehmens und tragen zur Erreichung der Unternehmensziele bei.

Definition Controlling

Das Controlling, oft auch als unternehmerisches Kontrollsystem bezeichnet, konzentriert sich auf die Planung, Steuerung und Kontrolle von Geschäftsprozessen. Es geht darum, Informationen zu sammeln, zu analysieren und zu interpretieren, um die Geschäftsleistung zu bewerten und zu verbessern.

Das Controlling umfasst eine Reihe von Aktivitäten, darunter:

  • Planung
    Hier werden Ziele und Strategien festgelegt, um den Erfolg des Unternehmens zu gewährleisten.
  • Steuerung
    Dies beinhaltet die Überwachung der Umsetzung der Pläne und die Anpassung der Strategien, wenn notwendig.
  • Kontrolle
    Hier werden die Ergebnisse überprüft und mit den geplanten Zielen verglichen, um die Effektivität der Strategien zu bewerten.

Definition IT Monitoring

Andererseits ist das Monitoring ein Prozess, der auf die Überwachung und Verwaltung der digitalen Infrastruktur eines Unternehmens abzielt. Es umfasst die kontinuierliche Überwachung der Leistung von IT-Systemen wie Servern, Netzwerken und Softwareanwendungen, um Probleme frühzeitig zu erkennen und zu beheben.

Die Hauptunterschiede zwischen Controlling und Monitoring liegen in ihrem Fokus und ihren Zielen. Während sich das Controlling auf die Überwachung und Steuerung von Geschäftsprozessen konzentriert, liegt der Schwerpunkt des Monitorings auf der Überwachung und Verwaltung der IT-Infrastruktur.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sowohl das Controlling als auch das Monitoring entscheidende Rollen in einer Firma spielen, obwohl sie unterschiedliche Bereiche abdecken. Beide sind notwendig, um die Effektivität und Effizienz der Geschäftsprozesse zu gewährleisten und letztendlich den Unternehmenserfolg zu fördern. Durch die effektive Implementierung von Controlling- und Monitoring-Lösungen können Unternehmen die Informationen und Daten, die sie benötigen, um fundierte Entscheidungen zu treffen, effizient erfassen und nutzen.

IT Monitoring Software: Was sie leisten muss

IT Monitoring Software spielt eine zentrale Rolle in der Überwachung. Mit diesen Tools können Firmen ihre IT-Infrastruktur einschließlich Server, Netzwerke und Anwendungen effektiv überwachen und verwalten.

Bei der Auswahl einer IT Monitoring Software zählt, ob sie Server, Netzwerk, Datenbanken und Cloud-Dienste in einer Oberfläche zusammenführt. Ebenso wichtig ist, dass sich Meldungen nach Dringlichkeit staffeln und an die nächste Supportstufe eskalieren lassen. Open-Source-Werkzeuge wie Icinga lassen sich im eigenen Rechenzentrum betreiben, andere Lösungen werden als Cloud-Dienst bezogen.

IT Monitoring Software ermöglicht Unternehmen, proaktiv zu handeln, statt reaktiv auf IT-Probleme zu reagieren. Mit wirksamem Monitoring erkennen Firmen Störungen früher und verkürzen die Ausfallzeiten ihrer IT-Dienste.

Was Behörden und KRITIS-Betreiber zusätzlich beachten

Für Betreiber kritischer Anlagen ist ein Teil der Überwachung gesetzlich vorgeschrieben. Nach § 31 Absatz 2 des BSI-Gesetzes müssen sie Systeme zur Angriffserkennung einsetzen, die Parameter und Merkmale aus dem laufenden Betrieb fortlaufend und automatisiert erfassen und auswerten. Diese Angriffserkennung ergänzt das Monitoring der IT um die Sicherheitssicht. Sie ersetzt es aber nicht, denn ein überlasteter Server ist kein Angriff. Technisch gehört die Angriffserkennung zur Cybersecurity und nicht zum Betrieb, auch wenn beide dieselben Messdaten nutzen.

Behörden, die keine kritischen Anlagen betreiben, orientieren sich am IT-Grundschutz des BSI, der die Protokollierung in einem eigenen Baustein regelt (BSI, IT-Grundschutz-Kompendium, Baustein OPS.1.1.5 Protokollierung, Edition 2023). Ein weiterer Baustein verlangt eine genaue Zeitsynchronisation, weil sich nur so zeitliche Abläufe aus Protokolldaten verschiedener IT-Systeme in Beziehung bringen lassen (BSI, IT-Grundschutz-Kompendium, Baustein OPS.1.2.6 NTP-Zeitsynchronisation, Edition 2023).

Aktuelle Themen