IT-Dienstleister
Was macht ein IT-Dienstleister für seine Auftraggeber?
Ein IT-Dienstleister ist ein Unternehmen, das für andere Organisationen Aufgaben der Informationstechnik übernimmt, also alles rund um Software, Server, Netzwerke und die darin verarbeiteten Daten. Er entwickelt, berät, betreibt oder betreut auf Grundlage eines Vertrags. Der Auftraggeber kauft damit Fachwissen und Arbeitszeit ein, statt beides selbst aufzubauen.
Vom Anbieter zu unterscheiden ist die IT-Dienstleistung, also die einzelne Leistung, die er erbringt, etwa ein Hostingvertrag oder ein Supportauftrag.
Unterschied zur internen IT
Dieselben Aufgaben kann auch eine eigene IT-Abteilung erledigen. Der Unterschied liegt nicht in der Technik, sondern im Verhältnis: Die interne IT gehört zur Organisation, ein externer IT-Dienstleister arbeitet auf Grundlage eines Vertrags, der Umfang, Fristen und Zuständigkeiten festlegt. Beide Modelle lassen sich verbinden, etwa wenn die eigene Abteilung den Alltag trägt und ein IT-Anbieter einzelne Systeme betreibt. Verarbeitet der externe Partner dabei personenbezogene Daten im Auftrag, verlangt Art. 28 DSGVO einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Verantwortlich für den Datenschutz bleibt trotzdem die beauftragende Organisation.
Arten und Schwerpunkte
Das Statistische Bundesamt unterscheidet bei IT-Dienstleistungen unter anderem Softwareentwicklung, IT-Beratung und Support, das Management von IT-Infrastruktur beim Kunden sowie Datenverarbeitung und Hosting. Ein einzelner IT-Anbieter kann mehrere dieser Leistungsfelder von der Entwicklung bis zum Betrieb abdecken und setzt trotzdem einen Schwerpunkt. Als eigene Leistungsart führt die Statistik außerdem den Verkauf von Software und Lizenzen. Grob lassen sich zwei Richtungen trennen.
Entwickeln und beraten
Ein Teil der Anbieter verändert die IT ihrer Kunden. Softwarehäuser und Agenturen programmieren Anwendungen und Webseiten, IT-Beratungen planen Systeme und begleiten ihre Einführung. Am Ende steht ein Projekt mit Anfang und Ende, etwa eine neue Fachanwendung oder die Anbindung zweier Systeme aneinander. Die Grenze zur zweiten Richtung ist allerdings nicht scharf. Eine fertige Anwendung braucht danach Updates und Fehlerbehebung, und diese Wartung kann derselbe Anbieter übernehmen oder ein anderer.
Betreiben und betreuen
Der andere Teil hält bestehende IT am Laufen. Systemhäuser betreuen Arbeitsplätze, Server und Netzwerke, Rechenzentren und Hosting-Anbieter stellen Speicher und Rechenleistung bereit, Managed Service Provider übernehmen den Betrieb ganzer Systeme dauerhaft. Grundlage ist hier ein laufender Vertrag statt eines Projekts, mit vereinbarten Leistungen und Fristen. Der Vertrag beschreibt dabei, welche Systeme betreut werden und wie schnell der Anbieter auf einen gemeldeten Fehler reagieren muss. Gesteuert wird der laufende Betrieb im IT-Service-Management, das festlegt, wie Störungen behoben, Änderungen eingespielt und Anfragen beantwortet werden.
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