Feste feiern, wie sie fallen – die Digitalisierung und Weihnachten

Dass Corona auch vor dem anstehenden Weihnachtsfest nicht Halt macht, war sicher allen klar. Dennoch ist die Vorstellung für einige schwer, Weihnachten nicht mit den Großeltern oder mit der kompletten Familie verbringen zu können. Die Digitalisierung von Weihnachten wird dieses Jahr präsenter sein, ist aber seit ein paar Jahren nichts neues mehr. Wie wirkt sich die Industrie 4.0 auf das Weihnachtsfest aus? Und wie schaffen wir es, auch im Corona-Jahr 2020 nicht auf alles Schöne verzichten zu müssen?

Feste feiern, wie sie fallen – die Digitalisierung und Weihnachten
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Erstellt von Mareike vor 3 Monaten
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Früher war alles besser?!

In de Kindheit wurden die berühmten Wunschzettel ans Christkind noch per Hand geschrieben, ein Brief an den Weihnachtsmann gen Himmelpforten ging auch per Post raus und die beliebten Weihnachtskarten lagen einige Tage vor Weihnachten im Briefkasten. Der Kontakt mit der Familie und die gemeinsame Zeit hatten scheinbar mehr Gewichtung als der heutzutage übliche Geschenkewahnsinn und Feiertagsstress. Die Digitalisierung hat einiges verändert. Jedoch ist Veränderung natürlich und macht auch vor Weihnachten nicht Halt. Die vorherigen Generationen schmückten den Weihnachtsbaum schließlich noch mit richtigen Kerzen, Äpfeln und anderen Früchten und kamen somit gut ohne elektrische Lichterketten und Plastik-Baumschmuck aus.

Wie wirken sich die Industrie 4.0 und Covid19 auf die besinnlichsten Feiertage im Jahr aus?

Weihnachtsgrüße per Handy statt handgeschrieben

Selbstverständlich ist es viel persönlicher, wenn die gegrüßte Person morgens den Briefkasten öffnet, den Brief oder die Postkarte rausholt, die handgeschriebenen Zeilen liest und die weihnachtlichen Grüße als Dekoration auf den Kaminsims oder das Fensterbrett stellt. Allerdings ist das Verschicken von der einst beliebten Weihnachtspost auf dem üblichen Versandweg seltener geworden. Viel verlockender ist es, schnell und einfach die Grüße per Facebook, Twitter, WhatsApp oder per Mail zu versenden. Das spart Zeit, Geld und Papier. Eigentlich gut für die Umwelt, aber natürlich auch etwas unpersönlicher.

Diverse Apps wurden extra dafür konzipiert, die gewohnten traditionellen Beschäftigungen besser zu planen. So werden Back-Apps angeboten, in denen Plätzchenrezepte und andere nützliche Dinge rund ums Backen zu finden sind. Die Weihnachtsmarkt-Suche ist ebenfalls per App möglich und zeigt die regionalen Weihnachtsmärkte in der näheren Umgebung.

Geschenke online shoppen

Ein beliebtes Weihnachtsgeschenk ist der selbstgebastelte Fotokalender mit eingeklebten Bildern, auf denen die schönsten Momente im Jahr mit Familie und Freund*innen zu sehen sind. Der Kalender hat individuellen Charakter und kann nach eigenem Belieben selbst gestaltet werden. Allerdings gibt es auch hier bereits viele Internetanbieter und Fotokalender-Creator Seiten, auf denen der Kalender digital erstellt wird und ein paar Tage später in der Post ist. Die Zeitersparnis ist dabei enorm, der Charme vom Selbstgemachten geht jedoch dabei etwas verloren.

Ähnlich sieht es auch beim Geschenkeshoppen aus. Vor allem Corona verändert noch einmal mehr das Einkaufsverhalten der Menschen. Rund 49 % der Befragten gaben in einer statista.de Umfrage an, Weihnachtsgeschenke über Onlineshops zu besorgen. Ein Viertel der befragten Leute gab auch an, dass es gerade in der jetzigen Situation wichtig sei, den lokalen Händler*innen unter die Arme zu greifen und beispielsweise in kleinen Buchläden oder anderen Fachhandlungen Geschenke für die Liebsten einzukaufen.

Familie und neue Leute „treffen“

Auch wenn es dieses Jahr nicht möglich ist, alle lieben Familienmitglieder und Freund*innen um sich zu haben, bleibt immer noch die Möglichkeit, sich virtuell zu verabreden. Wie wäre es, wenn alle zum selben Zeitpunkt digital zusammenkommen und das selbe Essen zusammen verspeisen? Was ist mit einem digitalen Spieleabend z. B. in Form eines Online-Quizzes, das alle Beteiligten bequem vor dem PC spielen können? Auch die Bescherung kann virtuell und gemeinsam im Beisein von Oma oder Opa erfolgen.

Viele Menschen sind, unabhängig von der momentanen Pandemie, allein und von Einsamkeit betroffen. Dieser Umstand schmerzt vor allem an Feiertagen, wenn alle etwas mit ihrer Familie und Freunden machen. Abhilfe bietet hier der Hashtag #KeinerBleibtAllein. In diesem Jahr gibt es zwar auch hier Einschränkungen, Treffen in kleinen Kreisen sind aber dennoch möglich.

Am Ende sollten die Feste so gefeiert werden, wie sie fallen. Mit einem optimistischen Blick in die Zukunft und mit der Aussicht auf eine Verbesserung der jetzigen Situation lassen sich sicherlich auch die diesjährigen weihnachtlichen Feiertage überstehen. TenMedia wünscht eine schöne Weihnachtszeit und gemütliche Feiertage sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr.

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Anna-Amalia Gräwe
Anna-Amalia Gräwe
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