Entwickler
Was ein Entwickler ist
Ein Entwickler oder eine Entwicklerin ist eine Fachkraft, die Software konzipiert, programmiert, testet und nach der Einführung betreut. Das Berufsbild reicht damit über das Schreiben von Code hinaus, denn dazu gehören auch die Abstimmung mit den Auftraggebern, die Qualitätssicherung und die Dokumentation. Die Bezeichnung ist weder an eine Programmiersprache noch an eine bestimmte Art von Anwendung gebunden.
Der Unterschied zum Programmierer liegt im Umfang der Aufgabe. Programmieren ist in der Ausbildungsordnung für Fachinformatiker ein Arbeitsschritt unter mehreren, gleichrangig neben Konzeption, Qualitätssicherung, IT-Sicherheit und Kundenberatung. Der Begriff beschreibt außerdem eine Rolle und kein Fachgebiet: Die Webentwicklung ist eines der Arbeitsfelder, in denen diese Rolle ausgeübt wird.
Was macht ein Entwickler im Projekt?
Am Anfang steht die Frage, was eine Anwendung leisten soll. Daraus entsteht ein Entwurf, der festlegt, wie die Anwendung aufgebaut ist und wo ihre Daten liegen. Erst danach wird programmiert, und jede Änderung durchläuft Tests, bevor sie in den Betrieb geht. Mit dem Start ist die Arbeit nicht beendet, weil Sicherheitsupdates, Fehlerbehebungen und neue Anforderungen eine Anwendung verändern. Die Betreuung im laufenden Betrieb gehört deshalb ebenso zum Berufsbild wie der erste Entwurf.
Schwerpunkte und Wege in den Beruf
Welche Sprachen und Werkzeuge die Arbeit verlangt, hängt davon ab, wo eine Anwendung läuft. Daraus ergeben sich die Schwerpunkte, nach denen sich das Berufsfeld gliedert. Für den Einstieg in den Beruf gibt es mehr als einen Weg.
Frontend, Backend und Apps
Die Unterscheidung zwischen Frontend und Backend folgt dem Aufbau des Webs. Das Frontend ist der Teil, den der Browser auf dem Gerät des Nutzers darstellt. Das Backend läuft auf dem Server, der Daten speichert und die Seiten ausliefert, und entsteht in Sprachen wie Java, C# oder PHP. Auf knapp 70 Prozent der Websites, deren Serversprache bekannt ist, läuft PHP, und die PHP-Entwicklung ist damit im Backend des Webs der häufigste Fall. Hinzu kommen Apps, die auf dem Smartphone laufen.
Ausbildung, Studium oder Weiterbildung
Wer Entwicklerin oder Entwickler werden will, kann mit einer dualen Ausbildung beginnen. Die Ausbildung zum Fachinformatiker oder zur Fachinformatikerin in der Fachrichtung Anwendungsentwicklung dauert 36 Monate und folgt der Ausbildungsverordnung von 2020. Ein Informatikstudium führt ebenfalls in die Softwareentwicklung, auch als duales Studium, wie es etwa die Bundesagentur für Arbeit für ihren eigenen IT-Bereich anbietet. Außerdem gibt es den Fortbildungsabschluss Geprüfter Berufsspezialist für Softwareentwicklung, für den auch vier Jahre einschlägige Berufspraxis ohne passende Ausbildung als Zulassung genügen.
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