Webdesign
Was Webdesign umfasst
Webdesign ist die Gestaltung von Aufbau, Führung und Erscheinungsbild einer Website. Dazu gehören die Ordnung der Inhalte, die Wege durch die Seite, die Anordnung der Elemente auf verschiedenen Bildschirmgrößen sowie Typografie, Farbe und Bildsprache. Der Begriff meint damit mehr als Optik, denn er beschreibt vor allem, wie sich eine Seite benutzen lässt. Gestaltung und Bedienbarkeit sind dabei keine getrennten Fragen, sondern dieselbe.
Die Arbeit beginnt vor dem ersten Entwurf. Ohne geklärte Inhalte gestaltet ein Entwurf Platzhalter. Was eine Seite zeigen soll, in welcher Reihenfolge und für wen, entscheidet über die Gestaltung stärker als jede Farbwahl. Eine Seitengestaltung, die mit Blindtext abgenommen wird, fällt bei den echten Inhalten regelmäßig auseinander.
Der Webdesign Prozess
Fünf Schritte kehren wieder. Zuerst die Struktur, also welche Seiten es gibt und wie sie zusammenhängen. Dann der Grobentwurf ohne Gestaltung, der Anordnung und Reihenfolge klärt. Darauf folgen die Gestaltungsentscheidungen zu Raster, Schrift, Farbe und Abständen. Anschließend entsteht ein Designsystem aus wiederverwendbaren Bausteinen. Zuletzt die Übergabe an die Umsetzung, samt Zuständen für Fehler, Ladevorgänge und leere Listen. Der letzte Punkt wird am häufigsten vergessen und danach improvisiert.
Woran sich ein Ergebnis messen lässt
Prüfbare Merkmale schlagen Geschmacksurteile. Dazu zählen ausreichende Farbkontraste, eine Bedienbarkeit ohne Maus, ausreichend große Klickflächen, eine erkennbare Reihenfolge beim Lesen sowie eine Gestaltung, die auch bei vergrößerter Schrift zusammenhält. Diese Anforderungen decken sich weitgehend mit dem, was das Barrierefreiheitsgesetz für viele Angebote verbindlich macht. Barrierefreiheit ist kein Zusatz, sondern gute Gestaltung.
Eine schnelle Seite schlägt eine aufwendige. Große Bilder, eingebundene Schriften und Bewegungseffekte kosten Ladezeit, und die entscheidet auf dem Telefon häufiger über den Abbruch als die Gestaltung selbst. Ein Entwurf gehört deshalb mit einem Budget für Dateigrößen versehen, nicht erst nach der Umsetzung geprüft.
Abgrenzung zur Webentwicklung
Die Grenze verläuft zwischen Entwurf und Umsetzung, nicht zwischen schön und technisch. Webdesign Leistungen enden bei einem übergabefähigen Entwurf samt Regeln für die Bausteine. Was daraus im Browser entsteht, samt Datenanbindung, Formularverarbeitung und Betrieb, gehört zur Webentwicklung. In der Praxis überlappen beide, weil eine Seitengestaltung erst im Browser beweist, ob sie trägt. Deshalb lohnt es sich, früh an echten Geräten zu prüfen statt an Entwurfsdateien. Eine saubere Übergabe spart dabei mehr Zeit als jede zusätzliche Abstimmungsrunde. Ob ein Entwurf am Ende trägt, zeigt die gemessene User Experience und nicht die Runde im Besprechungsraum.
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