Wie Digitalisierung und Individualsoftware in der Corona-Krise helfen

Die Arbeitswelt im Wandel: Durch die Corona-Pandemie können Geschäftsreisen, Veranstaltungen und Meetings nicht mehr stattfinden und selbst interne Sitzungen oder die Teamarbeit auf engstem Raum werden zu einem Problem, das viele Unternehmen mit der Arbeit von zu Hause aus lösen. Hier sind nun vor allem die Unternehmen im Vorteil, die zuvor bereits in die Digitalisierung investiert haben – alle anderen werden nun gewissermaßen zum technischen Fortschritt gezwungen.

Wie Digitalisierung und Individualsoftware in der Corona-Krise helfen
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Erstellt von Jennifer vor 1 Monat
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Corona als Katapult für die Digitalisierung

Wie Vodafone unlängst mitteilte, seien Anrufe in etwa um die Hälfte und die Internetnutzung um 40% gestiegen. Tatsächlich greifen Unternehmen, die ihre Arbeit ins Homeoffice verlagert haben, vermehrt auf telefonische Absprachen zurück oder führen Videokonferenzen durch. Doch dafür müssen zunächst eine Reihe von Vorkehrungen getroffen werden, die nicht für jeden Betrieb so einfach umsetzbar sind.

Vorkehrungen fürs Homeoffice

Den Betrieb auf remote umzustellen ist für viele Unternehmen keine leichte Entscheidung, schließlich hängen daran viele Fragen. Wichtige Punkte sind Datenschutz, Arbeitsplatzsicherheit, Hardware und nicht zuletzt auch die Produktivität. Aufgrund der aktuell geltenden Kontaktbeschränkungen im Zuge des Coronavirus ist eine Auseinandersetzung mit diesen Themen jedoch unvermeidbar. Ist die Entscheidung dann gefällt, müssen transportfähige Laptops vorbereitet oder gar noch angeschafft werden, Zugriffsrechte auf den Geräten und auf dem Server oder in der möglicherweise verwendeten Cloud erteilt, Kommunikationskanäle festgelegt, die entsprechende Software dafür eingerichtet und ganze Strukturen und Tagesabläufe angepasst werden. Und das alles möglichst ohne Unterbrechungen des Tagesbetriebs.

Kommunikation und Tools fürs Homeoffice

Teamwork ist eine der im Homeoffice am schwierigsten umsetzbaren, für den Projekterfolg aber auch essenziellen Arbeitsweisen. Daher kommt es hier darauf an, Kommunikationskanäle festzulegen, die der persönlichen Zusammenarbeit nahe kommen. Konferenzen und Meetings, ja sogar Kundengespräche können mit einer stabilen Internetverbindung zuverlässig über die Videocall-Funktionen der Produktivitätstools wie Microsoft Teams oder Slack abgehalten werden. Hierüber lässt sich sogar der Bildschirm teilen oder durch andere Teilnehmende steuern. Auch die Chatfunktionen ermöglichen das Teilen von Dateien und Screenshots oder kurze Absprachen – wahrscheinlich werden hier sogar einige überrascht sein, wie viel Zeit sich im Vergleich zum Gang ins Nachbarbüro sparen lässt.

Individualsoftware zur Optimierung von Arbeitsprozessen

Jedes Unternehmen ist individuell und hat seine ganz eigenen Abläufe – also sollten auch die verwendeten Hilfsmittel ein hohes Maß an Individualisierung bieten. Die individuelle Softwareentwicklung kann gerade in Krisenzeiten wie der aktuellen Corona-Pandemie eine Chance für KMU und öffentliche Einrichtungen sein, zuvor analoge Arbeitsprozesse weiter zu digitalisieren und sie mit einer auf die unternehmenseigenen Anforderungen abgestimmten Softwarelösung zu optimieren. Beispiele für Individualsoftware können ganze Softwaresysteme für große Unternehmen und Konzerne sein, aber selbst kleine Maßnahmen wie eine Datenbank erstellen zu lassen, welche die Verwaltung von Kunden- oder Personaldaten vereinfacht, ein Lagersystem zu entwerfen, welches die manuelle Inventur überflüssig macht oder ein Bewerbungssystem, welches die Zettelwirtschaft im Recruiting abschafft, kann schon Wunder wirken. Letztendlich geht es darum, trotz virtueller Zusammenarbeit keine Einbußen in Sachen Produktivität oder Effizienz entstehen zu lassen – oder sogar eine Steigerung zu erzielen.

Krisen als Chancen begreifen

Denn geschichtlich betrachtet haben Krisen schon oft zu Fortschritt geführt. So finden große Teile der Erfindung des Internets ihre Ursprünge in der Krisenbewältigung des kalten Krieges (siehe hierzu unter „Erfindung des Internets“ in unserem Glossar zu Digitalisierung). Auch wenn uns die Corona-Krise in allen Bereichen des Lebens überwältigt und für große Probleme sorgt, so kann sie für die Digitalisierung und den technischen Fortschritt also auch eine Chance sein.

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