SQL Datenbank

Eine SQL Datenbank ist ein elektronisches Speicher- und Verwaltungssystem, welches auf der Datenbankprogrammiersprache Structured Query Language (SQL) basiert.
Drei Mitarbeiter*innen einer Agentur schauen auf eine SQL Datenbank auf einem Bildschirm.
© NDABCREATIVITY

Was ist eine Datenbank?

In einer Datenbank sind große Mengen von Informationen elektronisch gespeichert und können strukturiert und verwaltet werden. Eine Datenbank besteht aus zwei Komponenten: Der Datenbasis, welche die Gesamtheit aller Datensätze ist, und dem Datenbankmanagementsystem. Das DBMS, das Database Management System, ist die Benutzeroberfläche, welche die Datensätze darstellt und mithilfe derer sie, beispielsweise in einer Tabelle, bearbeitet und administriert werden können.

Einsatzgebiete von Datenbanken

Datenbanken kommen vor allem als Unternehmenssoftware zum Einsatz. Datenbanken für Unternehmen können dabei unabhängig von der Branche und Abteilung für verschiedenste Unternehmensprozesse genutzt werden.

Aber auch im Hintergrund jeder Website und Softwareanwendung stellt eine Datenbank die Daten bereit, die für den Betrieb oder die Verwendung der Applikation notwendig sind. In der Web- und Softwareentwicklung wird meist eine relationale Datenbank benötigt, weshalb eine SQL Datenbank die am häufigsten verwendete Datenbank ist. Auch ein ganzer Server kann als SQL Server verwendet werden. Cloud-Anbieter stellen verwaltete Datenbankdienste bereit, etwa Amazon RDS bei AWS oder Azure SQL-Datenbank bei Microsoft. Das Datenbanksystem ist dort bereits eingerichtet und wird vom Anbieter betrieben.

Was ist SQL?

SQL steht für Structured Query Language (strukturierte Abfragesprache) und ist eine Programmiersprache für den Umgang mit Datenbanken und die Datenbankentwicklung. Sie wurde in den 1970er Jahren bei IBM von Donald D. Chamberlin und Raymond F. Boyce entwickelt, aufbauend auf dem relationalen Modell von Edgar F. Codd.

Mit SQL können so gut wie alle relationalen Datenbanken verwendet werden. Auch wenn SQL auf relationaler Algebra basiert, ist ihre Syntax simpel gehalten, da sie sich an die englische Umgangssprache anlehnt. Außerdem ist sie standardisiert und normiert. Ausgeführt wird SQL immer durch ein Datenbankmanagementsystem wie MySQL, MariaDB oder PostgreSQL, die einzelnen Systeme ergänzen den Standard jedoch um eigene Erweiterungen.

Was ist eine SQL Datenbank?

Bei einer SQL Datenbank handelt es sich um eine relationale Datenbank, die das am weitesten verbreitete Datenbanksystem ist. Mit einer SQL Datenbank können komplexe Abfragen nach verschiedenen Kriterien durchgeführt werden. SQL zeichnet sich vor allem durch die vergleichsweise leicht zu erlernende und verwendende Syntax aus. Bei einer SQL Datenbank werden die Daten in mehrere Tabellen aufgeteilt, was zum einen Redundanzen vermeidet und es zum anderen zu einem sehr flexiblen und speicherplatzarmen System macht.

Aufgrund dieser Eigenschaften kommen SQL Datenbanken vor allem im Rechnungswesen, in der Webentwicklung, der Content-Verwaltung, im Controlling oder bei Warenwirtschaftssystemen zum Einsatz. Auch KMU, Firmen oder Konzerne mit Onlineshops verwalten mit einer relationalen Datenbank wie SQL ihre Artikelinformationen oder Bestandsdaten.

Wie funktioniert eine SQL Datenbank?

Eine SQL Datenbank ist relational aufgebaut, das heißt, sie setzt Informationen aus mehreren Tabellen zueinander in Beziehung (Relation). Jeder Datensatz hat Attribute, die den Spalten einer Tabelle entsprechen. Die einzelnen Datensätze stehen in den Zeilen, auch Tupel genannt. Für die eindeutige Identifizierung eines Datensatzes ist ein Primärschlüssel (ID) zuständig, der eindeutig und über die Lebensdauer des Datensatzes unveränderlich sein sollte.

Die Hauptfunktion einer SQL Datenbank ist, wie das Q in SQL für Query bereits vermuten lässt, die Abfrage von Daten. Wie andere Programmiersprachen können mit SQL Befehle formuliert werden, die dann von der SQL Engine ausgeführt werden. Zu unterscheiden sind diese nach vier Klassen:

  • DCL (Data Control Language)
    Mit der Datenbankkontrollsprache wird die Rechteverwaltung durchgeführt. Nutzer können mit grant (erlauben) und revoke (entziehen) festlegen, welche Nutzer welche Zugriffsrechte erhalten und welche Objekte sehen können.
  • DQL (Data Query Language)
    Hierbei handelt es sich um die Datenabfragesprache, welche lediglich den Befehl select enthält. Wird dieser mit anderen Attributen kombiniert, können hiermit eine Vielzahl an Abfragen ausgeführt werden.
  • DDL (Data Definition Language)
    Mit der Datendefinitionssprache lassen sich vor allem Datenbankobjekte und Tabellen erstellen, ändern und löschen. Darunter fallen unter anderem die Befehle create (erstellen) und alter (verändern).
  • DML (Data Manipulation Language)
    Mit der Datenmanipulationssprache lassen sich die Daten in den Tabellen mit Befehlen wie update aktualisieren, mit delete löschen und mit insert einfügen.

CRUD-Operationen

Bei der Verwendung von SQL spricht man, unabhängig von diesen vier Kategorien, auch häufig von sogenannten CRUD Operations oder CRUD Operationen. Auch diese sind zum Bearbeiten des Datensatzes nötig. C steht hier für create (erstellen), R für read (lesen), U für update (aktualisieren) und D für delete (löschen).

SQL Datenbank erstellen lassen

Auch wenn SQL zu den leicht zu erlernenden Programmiersprachen bzw. Datenbanksprachen gehört und eine SQL Tabelle übersichtlich gestaltet ist, müssen nicht alle SQL lernen, die eine SQL Datenbank verwenden möchten. Gerade in großen Unternehmen und Konzernen ist es üblich, dass die technische Seite der Datenbankverwaltung von der IT-Abteilung übernommen wird. KMU und kleinere Organisationen, in denen keine IT vorhanden ist, können sich, beispielsweise als eine Form des IT Outsourcing eine SQL Datenbank erstellen lassen. Dies kann von einer Web- oder Softwareagentur übernommen werden. Sollen bestehende Daten in die neue SQL-Datenbank überführt werden, empfiehlt sich vorab ein Datenmigrationskonzept, das Mapping-Regeln und Qualitätsprüfungen definiert.

Datenbankentwicklung durch eine Agentur

Für Unternehmen, die sich eine fertige SQL Datenbank erstellen lassen möchten, ist eine IT-Agentur, Digitalagentur, Webagentur oder Software Agentur die richtige Ansprechpartnerin. Diese kann eine individuelle Datenbank beispielsweise für die folgenden Bereiche erstellen:

  • Buchhaltung
  • Personaldatenbank
  • Kundendatenbank
  • Lagersysteme
  • Produktdatenbank
  • Mediendatenbanken
  • Content Management Systeme (CMS)

Eine Datenbank als Individualsoftware kann, zum Beispiel indem sie den bisherigen Umgang mit einer Excel Tabelle ablöst, viele Prozesse und Abläufe beschleunigen und durch ganze Softwarelösungen sogar Abteilungen miteinander verbinden. Natürlich ist das auch eine Frage der Kosten. SQL Datenbank plus ERP Software ist eher eine Softwarelösung für große Unternehmen und Konzerne. Aber wenn es lediglich darum geht, den Mitarbeitenden eines Bereiches, wie z. B. dem Recruiting zu helfen, kann eine SQL Datenbank unter anderem den Bewerbungsprozess optimieren.

SQL Datenbanken bei TenMedia in Berlin

Die TenMedia GmbH ist eine seit 2011 tätige Softwareagentur in Berlin, die sich auf die individuelle Softwareentwicklung und die Datenbankentwicklung spezialisiert hat. SQL Datenbanken sind dabei unsere Spezialität, doch auch andere Datenbanksysteme und Technologien kommen je nach Anforderungen zum Einsatz und wir passen uns stets dem State of the Art an.

Durch unsere eigenen Portale und Brands haben wir bereits langjährige Erfahrung in der Webentwicklung und betreuen Kundenaufträge in verschiedenster Größe. Wenn es um die individuelle Datenbankentwicklung geht, bleiben wir nicht bei der Konzeption und der technischen backend-seitigen Entwicklung stehen, sondern bieten ein Rundum-Sorglos-Paket an, welches auch das UX/UI Design, die Frontend-Entwicklung und das Hosting beinhaltet. Diesem können flexibel auch Monitoring und zusätzliche Leistungen wie Mitarbeiterschulungen hinzugefügt werden.

Unsere Agentur ist in Berlin zwischen Alexanderplatz und Rosa-Luxemburg-Platz zu finden und ist persönlich, telefonisch sowie per E-Mail erreichbar.

Aktuelle Themen

Eine Frau im Raumanzug sitzt an einem gewöhnlichen Büroschreibtisch auf einer staubigen Mondlandschaft unter schwarzem Himmel, auf dem Tisch Laptop, Tasse und Zimmerpflanze. Ein Sinnbild für eine Umgebung, die überallhin mitgenommen wird.
Container vs. VM: Wann sich welche Technologie lohnt
Container vs. VM ist eine der häufigsten Architekturfragen, wenn Anwendungen modernisiert oder neu aufgesetzt werden. Beide Ansätze trennen Software von der darunterliegenden Hardware, aber sie tun es auf unterschiedlichen Ebenen und mit unterschiedlichen Folgen für Betrieb, Sicherheit und Kosten. Dieser Beitrag ordnet die Unterschiede ein und nennt Kriterien für die Auswahl.
Ein kleiner weißer Serviceroboter reicht an einem warm beleuchteten Schreibtisch eine Tasse, im Hintergrund sitzt eine erwachsene Person auf dem Sofa. Ein Sinnbild dafür, wie sich KI datenschutzkonform nutzen lässt, auch dort, wo künstliche Intelligenz nah an persönlichen Daten und am Alltag agiert.
KI datenschutzkonform nutzen: Der Praxis-Fahrplan für 2026
KI datenschutzkonform zu betreiben entscheidet 2026 darüber, ob künstliche Intelligenz zum Wettbewerbsvorteil oder zum Haftungsrisiko wird. Verantwortliche in Unternehmen und Behörden brauchen klare Antworten: Welche Tools sind erlaubt, was ändert sich zum August, und wie lässt sich KI-Datenschutz im Unternehmen praktisch umsetzen? Dieser Beitrag liefert den Fahrplan für den Alltag.
Die Erde vom Weltall betrachtet. Die Sonnenstrahlen bahnen sich ihren Weg daran vorbei. Ein Satellit für Erdbeobachtung schwebt darüber.
Satellitendaten im Alltag: Wie Erdbeobachtungs-Software Felder, Städte und Klima verändert
Wenn ein Landwirt seine Subventionsunterlagen einreicht, hat ein Satellit bereits gemessen, ob das Feld tatsächlich die gemeldete Kultur trägt. Wenn Stadtplaner Hitzeinseln identifizieren, laufen die Analysen über Satellitendaten. Wenn nach einer Überschwemmung Hilfe koordiniert wird, arbeiten Einsatzkräfte mit in Echtzeit aktualisierten Karten aus dem Orbit. Was all das verbindet: Software, die rohe Sensordaten in entscheidungsrelevantes Wissen verwandelt und die in immer mehr Bereichen des öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens unsichtbar Einzug hält.