Digitale Transformation im Portrait: Corona-Edition

Die digitale Transformation klopft an der Tür. Doch warum machen wir nicht auf? Angekommen im Neuland oder stecken wir noch in der Vergangenheit fest? Warum wir den Weckruf nicht verschlafen sollten:
Digitale Transformation im Portrait: Corona-Edition
© Drazen
Erstellt vor 2 Wochen
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Digitalisierte Transformation? Transformierte Digitalisierung?

Digitalisierung, Internet der Dinge, Künstliche Intelligenz, User Experience und jetzt auch noch digitale Transformation? Erschlagen von den Buzzwords der heutigen Zeit kann man schnell den Durchblick verlieren. Insbesondere seit Beginn der Corona-Pandemie wurde der Schrei um zwei der oben gelisteten Wörter immer größer: Digitalisierung und digitale Transformation. Während das eine reine Übertragung von analog zu digital meint, steckt in der Transformation ein viel schwerwiegender Prozess. Eine neue Evolutionsstufe für Unternehmen. Wer sich auf diesen Prozess einlässt, kann die unternehmerische Zukunft neu definieren. Das Business wird neu auf die digitalen Anforderungen ausgerichtet.

Vom Selbstzerstörungsmechanismus zum Wegweiser

In der Theorie klingt eine Neuausrichtung zunächst immer vielversprechend. Neue Anforderungsprofile werden gematcht, dem E-Commerce wird mehr Beachtung geschenkt, Prozesse können optimiert und dadurch effizienter durchlaufen werden und vieles mehr. Doch rüttelt die digitale Transformation an den Grundpfeilern eines jeden Unternehmens. Mit dem Business Modell steht und fällt eine Firma. Es wurde und wird von disruptiven Veränderungen gesprochen – bis ein Virus uns begrüßte. Seitdem mussten Unternehmen im Schnelldurchlauf Prozesse digitalisieren. Alt eingefahrene Traditionen wurden vom Staub befreit und erhielten das vielleicht lang ersehnte Update 4.0. Der nächste Schritt zur gänzlichen Transformation samt ihren Vorzügen scheint nun gar nicht mehr so fremd. Vielleicht ist sie sogar die neue Maxime erfolgreichen Unternehmertums.

Ohne Technik – Ohne Sinn

Wer sich auf papierbasierte Prozesse in Zeiten von Homeoffice verlässt, wird früher oder später wohl noch eine Brieftaube losschicken. Im Zuge des Lockdowns blieb keine große Wahl. Im Eiltempo wurden Produktivitätstools wie Microsoft Teams oder Slack eingeführt, Cloud Software bereitgestellt und Mitarbeiter über Nacht in das New Work Thema eingebunden. Vieles davon verlief nahezu automatisch. Dass dadurch jedoch der Grundstein für die Digitalisierung und somit auch der Startschuss für eine digitale Transformation gegeben wurde, geht im Chaos des Pandemie-Alltags unter.

Digitale Transformation ist kein Ponyhof

Die Bedeutung für den digitalen Wandel ist nicht mehr abzuerkennen. Dass es kein leichter Weg für viele Unternehmen – insbesondere im traditionsreichen Mittelstand – sein wird, steht außer Frage. Neben einer softwareseitigen Anpassung muss auch die Unternehmenskultur in die digitale Welt übertragen und damit zumindest in Teilen angepasst werden. Mitarbeiter auf diese neue Reise einzustimmen, wird ein Kraftakt, der jedoch nicht unbelohnt bleiben wird. Die Zeit des Stillstandes kann genutzt werden, um den Anschluss in einer neuen Generation der Wirtschaft nicht zu verlieren.

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Sarah Streichan
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