Das Web in Zahlen: So nutzen wir das Internet statistisch gesehen

Das Internet hat eine der größten industriellen Revolutionen unserer Gesellschaft ausgelöst und bestimmt unser Leben stärker als je zuvor ein neues Medium. Diese Aussage müsste wohl kaum belegt werden, doch ein nützlicher Nebeneffekt von webbasierten Vorgängen ist die geradezu automatische umfangreiche Dokumentation. In Zeiten von Big Data ist es also kein Problem mehr, die Internetnutzung statistisch auszuwerten. Die aufschlussreichen Statistiken verraten uns nicht nur etwas über uns selbst als digitale Gesellschaft, sondern auch über unsere potenzielle Zukunft.
Eine gut gelaunte Frau mit Laptop auf dem Schoß hält zwei Finger in die Luft und denkt über ihre Internetnutzung nach.
© Prostock-studio
Erstellt :ago

Internetnutzung weltweit

Mehr als 4,5 Milliarden Menschen nutzen das Internet weltweit, wie The Next Web in Kooperation mit We Are Social und Hootsuite herausfand. Das sind fast 60% der Weltbevölkerung. Getoppt wird diese Zahl lediglich von der Anzahl der Menschen, die Mobiltelefone nutzen: Das sind ganze 5,19 Milliarden. In etwa die Hälfte der Weltbevölkerung nutzt darüber hinaus Social Media.

6 Stunden am Tag, 100 Tage im Jahr

Durchschnittlich verbringt der Mensch 6 Stunden und 43 Minuten am Tag im Internet, ungefähr 40% der wachen Zeit, was auf das ganze Jahr gerechnet etwa 100 Tage ergibt. Würde man das für die gesamte Erdbevölkerung addieren, kommt man im Jahr 2020 auf 1,25 Milliarden Jahre an Online-Zeit.

Internetnutzung nach Geschlecht

Wie Untersuchungen der International Telecommunication Union ITU ergaben, ist der digitale Gender Gap, also der Unterschied zwischen den sozialen Geschlechtern, nach wie vor spürbar. Demnach haben Frauen weltweit häufiger entweder keine Internetverbindung oder nutzen es weniger als Männer. Beispielsweise in Süd-Asien sind dreimal so viele Männer in den sozialen Medien aktiv wie Frauen. Während in Europa (ausgenommen Ost-Europa), Nord- und Südamerika und Australien und Ozeanien in etwa ein Gleichgewicht zwischen Männern und Frauen bei der Nutzung von Social Media besteht, weisen die Kontinente Afrika (ausgenommen Süd-Afrika) und Asien große Lücken auf, besonders Süd-Asien mit 24% Frauen zu 76% Männern.

Besorgniserregend ist auch die Untersuchung des GSMA, demzufolge mehr als die Hälfte aller Frauen in Indien sich nicht über die Existenz des mobilen Internets bewusst sind.

Mobile Internetnutzung

Während etwa 92% aller Internetnutzer sich mit Mobilgeräten verbinden, ist die tatsächliche Nutzung dennoch geringer als erwartet. Obwohl so viele Menschen internetfähige Mobilgeräte besitzen, gehen immer noch etwa zwei Drittel der 16- bis 64-Jährigen mit dem Laptop oder PC ins Internet.

Zwar gilt bei der Erstellung von Webseiten nach wie vor das Mobile-First-Prinzip, da nicht zuletzt auch Suchmaschinen diese beim Ranking bevorzugen, doch die Aufrufe von Webseiten werden in etwa gleich häufig von einem Computer (44%) oder einem Handy (53%) getätigt.

Hunde oder Katzen? Die wichtigste Frage des Internets

Wenn eines im Internet funktioniert, dann sind es Fotos und Videos von kleinen Kindern und Tieren. Doch welche Tiere sind das? Menschen definieren sich gern darüber, ob sie ein Hunde- oder Katzenmensch sind. Zwar gibt es dazu keine statistischen Auswertungen, aber dafür die Anzahl der Posts, die auf Instagram mit den Hashtags #dog oder #cat versehen wurden. Und siehe da: Mit 248 Millionen zu 197 Millionen liegt der Hund hier vorn. Auch die Google-Anfragen bestätigen dies. Ob der Hund aber wirklich das bessere Tier ist, wird wohl weiterhin die Frage des ewigen Online-Battles bleiben.

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