Cloud-Infrastruktur

Der Server steht nicht mehr im Keller, sondern wird per Formular bestellt und ist nach zwei Minuten da. Cloud-Infrastruktur verschiebt damit weniger die Technik als die Frage, wofür ein Betrieb überhaupt bezahlt.
Eine Frau im Business-Outfit liegt auf einer Wolke. Sie träumt von der guten Cloud-Infrastruktur ihrer Firma.
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Was Cloud-Infrastruktur ist

Cloud-Infrastruktur bezeichnet Rechenleistung, Speicher und Netzverbindungen, die ein Anbieter aus seinem Rechenzentrum über das Netz bereitstellt und nach Verbrauch abrechnet. Bezogen wird nicht eine bestimmte Maschine, sondern eine zugesicherte Leistung, die sich innerhalb von Minuten anlegen, vergrößern und wieder abschalten lässt. Der Fachbegriff dafür ist IaaS, also Infrastructure as a Service.

Möglich wird das durch Virtualisierung. Auf einer physischen Maschine laufen mehrere getrennte Systeme, denen jeweils ein Teil der Rechenleistung zugewiesen ist. Die Trennung ist logisch, das Blech ist geteilt. Genau daraus entstehen die Flexibilität und zugleich die Fragen zur Abschottung zwischen den Kunden eines Anbieters. Gegenüber der klassischen IT-Infrastruktur verschwindet damit die Beschaffung, nicht aber die Planung.

Die Bausteine

Vier Elemente bilden den Kern. Rechenleistung als virtuelle Maschine oder als Container, Speicher in Form von Laufwerken und Objektablagen, das Netz mit Adressbereichen und Regeln, sowie Dienste, die darauf aufsetzen, etwa Datenbanken oder Warteschlangen. Der letzte Punkt bindet am stärksten an einen Anbieter, weil solche Dienste sich nicht ohne Umbau woanders betreiben lassen.

Cloud-Modelle und Kosten

Unterschieden werden drei Cloud-Modelle nach Zugänglichkeit. Die öffentliche Variante teilt die Grundlage mit vielen Kunden und ist am günstigsten. Die private Variante steht einer Organisation allein zur Verfügung, im eigenen Haus oder beim Anbieter. Die gemischte Form verbindet beides und legt fest, welche Daten die eigene Umgebung nicht verlassen. Für Behörden entscheidet diese Festlegung häufig vor jeder Kostenfrage.

Was die Kosten treibt

Bei den Kosten kehrt sich die übliche Logik um. Statt einer Anschaffung mit Abschreibung entsteht ein laufender Posten, der mit der Nutzung schwankt. Was nicht abgeschaltet wird, läuft und kostet weiter. Der häufigste Kostentreiber sind vergessene Testumgebungen und dauerhaft laufende Maschinen mit geringer Auslastung. Hinzu kommen Gebühren für abfließenden Datenverkehr, die im Angebot selten auffallen und bei großen Datenmengen spürbar werden. Eine IaaS-Umgebung braucht deshalb eine feste Kostenkontrolle, sonst wächst der Posten unbemerkt.

Betrieb und Abhängigkeit

Der Wechsel des Anbieters ist technisch möglich und praktisch aufwendig, vor allem wegen der Datenmengen und der eingesetzten Zusatzdienste. Wer das früh berücksichtigt, hält den eigenen Teil portabel und nutzt anbietereigene Dienste bewusst dort, wo der Vorteil den späteren Aufwand rechtfertigt. Die Grundbegriffe rund um Betriebsmodelle und Dienstarten stehen unter Cloud Computing. Eine bewusst auf mehrere Anbieter verteilte Cloud-Infrastruktur senkt diese Abhängigkeit, kostet aber doppelte Einarbeitung und doppelten Betrieb. Ob sich das lohnt, klärt die Multi-Cloud-Strategie anhand von Ausfallrisiko und Aufwand.

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