Internet Hosting Service
Was ein Internet Hosting Service leistet
Ein Internet Hosting Service stellt Speicherplatz, Rechenleistung und Netzanbindung bereit, damit eine Website oder Anwendung dauerhaft über das Internet erreichbar ist. Zum Leistungsumfang gehören in der Regel Webspace, eine Domainverwaltung, Zertifikate für die verschlüsselte Übertragung und die Anbindung an ein Rechenzentrum mit unterbrechungsfreier Stromversorgung.
Der Betrieb im eigenen Haus ist die Alternative dazu. Er verlangt eine dauerhaft erreichbare Leitung, eigene Hardware und jemanden, der sich um beides kümmert, auch nachts und am Wochenende.
Die gängigen Hosting-Arten
Vier Bauformen decken den Markt weitgehend ab. Beim Shared Hosting teilen sich viele Kunden eine Maschine, was den Preis senkt und die Leistung an die Nachbarn koppelt. Ein Virtual Server grenzt einen eigenen Bereich auf derselben Hardware ab und weist feste Ressourcen zu. Ein dedizierter Server steht exklusiv zur Verfügung und wird auch dann bezahlt, wenn er nicht ausgelastet ist. Cloud-Hosting verteilt die Last dagegen über mehrere Maschinen und lässt sich kurzfristig nach oben und unten anpassen. Der Unterschied liegt in der Frage, wer die Ressourcen teilt und wie schnell sie sich ändern lassen. Welche Bauform ein Website Hosting Service tatsächlich liefert, steht im Tarif und nicht im Produktnamen.
Worauf die Anbieterwahl hinausläuft
Der Preisvergleich führt in die Irre, solange die Leistungen dahinter nicht bekannt sind. Zu vergleichen sind Speicher, Bandbreite, Erreichbarkeit des Supports, die Häufigkeit der Sicherungen und die Frage, ob eine Wiederherstellung jemals geprüft wurde. Wo ein Redaktionssystem betrieben wird, kommt dessen Umgebung hinzu, etwa beim TYPO3-Hosting mit passenden PHP-Versionen und Cache-Einstellungen. Vertraglich gehört das ins IT-Service-Management. Ein Internet Hosting Service wird zudem selten für ein Jahr gewählt, weshalb Kündigungsfristen und der Weg zählen, auf dem sich Daten und Konfiguration wieder herausholen lassen. Ohne diesen Ausstiegspfad wird ein späterer Wechsel teurer als die ursprüngliche Einrichtung.
Standort und Datenschutz
Der Standort des Rechenzentrums ist keine reine Geschmacksfrage. Werden personenbezogene Daten verarbeitet, greifen DSGVO und Bundesdatenschutzgesetz, und es braucht einen Auftragsverarbeitungsvertrag mit dokumentierten technischen und organisatorischen Maßnahmen. Ein Website Hosting Service innerhalb der EU vereinfacht diesen Nachweis, weil keine zusätzliche Grundlage für eine Übermittlung in Drittländer nötig ist. Für Behörden und Betreiber kritischer Anlagen kommen Zertifizierungen des Rechenzentrums hinzu, die vor der Vergabe vorliegen müssen. Ebenso zählt, wo die Sicherungen liegen, denn ein Backup außerhalb der EU verschiebt die Frage nur, statt sie zu lösen.
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