Serverbetreuung

Ein Server fällt selten ohne Vorwarnung aus, meistens wurde die Warnung nur von niemandem gelesen. Serverbetreuung ist die Aufgabe, die genau das verhindert, und sie beginnt lange vor dem Störfall.
Ein goldener Roboter sitzt vor einem Notebook. Er macht Serverbetreuung.
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Serverbetreuung: Definition

Serverbetreuung bezeichnet den laufenden Betrieb, die Überwachung und die Absicherung von Servern über ihre gesamte Nutzungsdauer. Dazu gehören Einrichtung und Konfiguration, das Einspielen von Aktualisierungen, Datensicherung, Zugriffsverwaltung und die Behandlung von Störungen. Gemeint ist die organisatorische und technische Verantwortung für den Betrieb, nicht die Bereitstellung der Hardware selbst.

Betrieb und Überwachung

Den größten Teil der Arbeit macht nicht das Eingreifen, sondern das Beobachten. Überwacht werden Auslastung, Speicherplatz, Antwortzeiten, Protokolle und der Erfolg der Datensicherungen, in der Regel automatisiert mit Schwellwerten und Alarmen. Ohne Monitoring bleibt nur die Reaktion auf bereits eingetretene Ausfälle, und die Wiederherstellung kostet ein Vielfaches der Vorsorge. Einen Server einrichten heißt deshalb immer auch, seine Überwachung einzurichten und die Alarmschwellen einmal im Betrieb nachzuziehen.

Welche Aufgaben dazugehören

Der Umfang wird vertraglich festgelegt und reicht von der reinen Erreichbarkeitsprüfung bis zur vollständigen Serveradministration mit Rufbereitschaft. Üblich ist eine Staffelung nach Reaktionszeit, Servicezeitraum und Wiederherstellungsziel. Wer diese drei Werte nicht benennt, hat keinen messbaren Leistungsumfang vereinbart. Einordnung und Zusammenspiel mit den übrigen Betriebsaufgaben beschreibt die IT-Infrastruktur im Zusammenhang.

Sicherheit und Updates

Server sind dauerhaft aus dem Netz erreichbar und damit ständiges Ziel automatisierter Angriffe. Dazu gehören ein geregeltes Einspielen von Sicherheitsupdates, getrennte Konten mit minimalen Rechten, verschlüsselte Zugänge und geprüfte Rücksicherungen. Eine Datensicherung, die nie zurückgespielt wurde, ist keine Datensicherung. Für Betreiber kritischer Infrastruktur kommen Melde- und Nachweispflichten hinzu, die eine lückenlose Protokollierung voraussetzen.

Eigenbetrieb oder Auslagerung

Wer Server selbst betreut, braucht das Wissen dauerhaft im Haus, einschließlich Urlaubs- und Krankheitsvertretung. Eine ausgelagerte Serveradministration löst dieses Problem, verlagert aber die Abhängigkeit auf einen Vertrag und setzt eine dokumentierte Übergabe voraus. Entscheidend ist weniger die Betriebsform als die Frage, ob im Störfall jemand erreichbar und zuständig ist. Kleine Organisationen fahren mit einer Auslagerung meist verlässlicher, große mit einer geteilten Zuständigkeit. In beiden Fällen gehört zur Serverbetreuung eine aktuelle Übersicht, welcher Dienst auf welchem System läuft.

Abgrenzung zur Systemwartung

Systemwartung meint die technische Pflege einzelner Systeme, Serverwartung den Anteil daran, der Server betrifft. Der hier behandelte Begriff ist der weitere und schließt Planung, Überwachung und Ansprechbarkeit ein. In Verträgen entscheidet nicht der Begriff, sondern die Liste der betreuten Systeme. Fehlt diese Liste, bleibt im Störfall offen, wer für ein einzelnes System zuständig ist, und die Klärung kostet die Zeit, die für die Wiederherstellung fehlt.

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