IT-Infrastruktur-Management

Server, Netze, Arbeitsplätze und Cloud-Dienste wachsen selten nach Plan, sondern nach Bedarf. IT-Infrastruktur-Management ist der Versuch, diesen Bestand wieder in eine Ordnung zu bringen, die sich planen, überwachen und bezahlen lässt.
Eine junge Frau steht mit ihrem Tablet im Büro. Sie betreibt IT-Infrastruktur-Management. Im Hintergrund haben ihre Kollegen ein Meeting.
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Was IT-Infrastruktur-Management umfasst

IT-Infrastruktur-Management umfasst Planung, Betrieb, Überwachung und Weiterentwicklung aller technischen Grundlagen, auf denen die Anwendungen eines Unternehmens laufen. Dazu zählen Server, Netzwerke, Speicher, Endgeräte, Betriebssysteme und bezogene Cloud-Dienste. Ziel ist ein Bestand, der bekannt, dokumentiert und im Störungsfall belastbar ist, und nicht ein möglichst großer Technikeinsatz.

Die Aufgabe ist damit breiter als reine Administration. Sie schließt die Frage ein, welche Technik überhaupt gebraucht wird und wann sie ersetzt gehört. Der Bestand selbst ist dabei die erste Antwort, nicht das Werkzeug, mit dem er verwaltet wird.

Betrieb, Überwachung und Planung

Der laufende Teil besteht aus Installation, Konfiguration, Aktualisierung und Wartung. Daneben steht die Überwachung, die Auslastung, Ausfälle und ungewöhnliche Zugriffe sichtbar macht, bevor sie im Tagesgeschäft auffallen und Arbeitsplätze betreffen. Der planende Teil rechnet aus diesen Werten den künftigen Bedarf hoch und legt fest, wann Geräte und Verträge auslaufen. Dazu gehört auch die Vorsorge für den Ausfall, also Sicherungen, geprüfte Wiederherstellung und ein beschriebener Notbetrieb. Ohne einen aktuellen Bestandsnachweis bleibt beides Schätzung, weil niemand sagen kann, was überhaupt betrieben wird. Die IT-Infrastruktur-Verwaltung setzt genau dort an, wo aus diesem Nachweis wiederkehrende Aufgaben mit festen Verantwortlichen werden.

Eigenbetrieb oder Dienstleister

Beides ist möglich, und die Entscheidung fällt selten am Preis allein. Für den Eigenbetrieb spricht die unmittelbare Kontrolle, dagegen der Bedarf an Bereitschaft rund um die Uhr und an Spezialwissen für jede eingesetzte Technik. Ein Dienstleister bringt beides mit, verlangt aber klar beschriebene Zuständigkeiten und messbare Zusagen. In der öffentlichen Verwaltung kommt hinzu, dass IT-Infrastruktur-Management ausgeschrieben werden muss und die Leistungsbeschreibung deshalb vor der Vergabe steht. Ungeregelt bleibt sonst genau die Lücke, in der im Störungsfall beide Seiten auf die jeweils andere verweisen.

Abgrenzung zu benachbarten Begriffen

Infrastrukturmanagement meint die Technikbasis, das IT-Service-Management dagegen die Prozesse rund um Anfragen, Störungen und Änderungen. Die IT-Architektur wiederum legt fest, wie Systeme zusammenwirken sollen, ohne den laufenden Betrieb selbst zu übernehmen. Die IT-Infrastruktur ist der Gegenstand, das Management ist die Tätigkeit daran. In der Praxis greifen die drei ineinander, in Ausschreibungen und Verträgen werden sie dagegen getrennt beschrieben. Wer die Begriffe vermischt, bezahlt entweder Leistungen doppelt oder findet im Störungsfall keine zuständige Stelle. Ein sauber abgegrenztes Infrastrukturmanagement macht daher vor allem die Verantwortung sichtbar.

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