Webhosting-Anbieter
Was Webhosting-Anbieter bereitstellen
Webhosting-Anbieter stellen Speicherplatz und Rechenleistung auf einem dauerhaft erreichbaren Server bereit, damit eine Website im Netz abrufbar ist. Zum Leistungsumfang gehören üblicherweise Webserver, Datenbank, E-Mail-Postfächer, ein Zertifikat für die verschlüsselte Verbindung und die Verwaltung der Domain. Abgerechnet wird als monatliche Pauschale nach Ausstattung, teils mit Rabatt bei langer Laufzeit.
Der entscheidende Unterschied zwischen Angeboten liegt in der Verantwortungsgrenze. Wo die Verantwortung des Anbieters endet, beginnt der eigene Aufwand. Manche liefern nur die Maschine, andere halten Betriebssystem, Serversoftware und Sicherungen selbst aktuell. Aus der Angebotsbeschreibung geht das oft nicht hervor, weil beide Varianten dieselben Begriffe verwenden.
Die Modelle im Vergleich
Beim Shared Hosting teilen sich viele Kunden einen Server. Das ist günstig, begrenzt aber die Einstellmöglichkeiten, und die Last der anderen wirkt sich aus. Ein virtueller Server gibt feste Ressourcen und volle Rechte, verlangt dafür eigene Verwaltung. Ein dedizierter Server stellt eine ganze Maschine ohne Mitbewohner bereit und lohnt sich erst bei hoher, gleichmäßiger Last. Bei allen drei bleibt die Pflege des Systems beim Kunden, sofern nichts anderes vereinbart ist.
Managed Webhosting
Managed Webhosting bezeichnet den Fall, in dem der Anbieter den Betrieb übernimmt. Dazu zählen Aktualisierungen von Betriebssystem und Serverdiensten, Überwachung, geprüfte Sicherungen mit Wiederherstellungstest sowie ein Support, der bei einer Störung eingreift statt nur auf die Dokumentation zu verweisen. Der höhere Preis ersetzt eigene Arbeitszeit.
Sinnvoll ist das überall dort, wo im Haus niemand für Serverpflege zuständig ist. Genau dort entstehen sonst die Fälle, in denen eine veraltete Fassung monatelang unbemerkt läuft und beim ersten automatisierten Scan auffällt. Für eine eigene Anwendung mit besonderen Anforderungen geht das Managed Hosting für Individualsoftware noch einen Schritt weiter.
Kriterien für die Webhosting Auswahl
Vier Punkte entscheiden. Der Serverstandort und der Sitz des Anbieters, weil davon die rechtliche Einordnung abhängt. Die Sicherungen, also Aufbewahrungsdauer und ob eine Wiederherstellung je getestet wurde. Die Erreichbarkeit des Supports mit einer zugesagten Reaktionszeit. Und die Umzugsfähigkeit, also wie leicht sich Daten und Domain mitnehmen lassen. Ein Anbieter ohne einfachen Ausgang ist ein teurer Anbieter. Die Grundbegriffe rund um Server, Domain und Speicher sind unter Hosting zusammengefasst. Ein Webhosting-Anbieter ist dabei nur eine von mehreren Betriebsformen. Wächst der Bedarf schubweise oder saisonal, lohnt der Vergleich mit dem Cloud Hosting, das nach Verbrauch statt nach Ausstattung abrechnet.
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